Unser neuer Hundekollege Sky: Über Katastrophen und eine heilige Kommode

Wie klappt das Alleinbleiben bislang?

Also Kooikerhondje im Allgemeinen sind sehr sensible Hunde. Das merke ich auch bei Sky. Er ist sehr geräuschempfindlich. Er ist eher schüchtern und ängstlicher als andere Hunde. Man merkt einfach, dass er ein Bedürfnis nach Sicherheit hat.

Deshalb fällt Sky das Alleinebleiben auch nicht leicht. Inzwischen sind wir aber, zumindest zuhause, bei einer guten Stunde. Ich kann jetzt also wieder einkaufen gehen.

(Tatsächlich macht Sky mehrmals während unseres Gesprächs deutlich, dass er sein Herrchen vermisst, obwohl wir gleich nebenan in einem Büro mit Glasscheiben und offener Tür sitzen.)

Das schränkt einen am Anfang also doch ganz schön ein, oder?

Die ersten paar Monate definitiv. Man sollte immer damit rechnen, dass der Hund nicht alleine bleiben kann. Es gibt auch welche, die das Alleinsein nie lernen und immer angespannt bleiben. Darauf muss sich jeder einstellen, der sich einen Welpen zulegt.

Man sollte definitiv auch Leute kennen, die einem helfen können, wenn Einkäufe anstehen und man selbst krank wird. Ich konnte die ersten vier, fünf Wochen zum Beispiel gar nicht selbst einkaufen gehen. Deshalb war der Lieferservice, den manche Supermärkte anbieten, ganz praktisch.

Was war leichter, als du es dir vorgestellt hast?

Puh…. (Thomas überlegt eine gute halbe Minute.) Also, Sky kommt sehr gut zur Ruhe. Er ist keiner, der den ganzen Tag Spiel, Spaß, Action sucht und braucht. Da gibt’s ja durchaus andere Welpen.

Auch das Gassigehen ist sehr angenehm. Er läuft immer mit, macht keinen Blödsinn und zieht nicht an der Leine. Und bis jetzt kommt er mit jedem anderen Hund klar. Demnächst kommt er aber in die Pubertät. Dann kann sich vieles noch einmal komplett ändern.

Apropos Gassigehen: Wie oft hörst ein „Oh, ist der aber süß“?

Ungefähr 300 Mal. (lacht) Zumindest gefühlt. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich eher bei 30 bis 50 Mal. Aber wirklich jeder guckt uns an, wenn wir auf dem Weg ins Büro sind, Gassigehen oder in der U-Bahn sitzen – eigentlich immer, wenn wir draußen sind. Aber man gewöhnt sich dran.

Hat er schon etwas daheim angestellt?

Ach, es gibt eigentlich nichts, was er in meiner Wohnung nicht angeknabbert hätte: Bügelbrett, meine Matratze, Kleiderschrank, Schreibtisch, Tisch, Waschmaschine …

„Es gibt eigentlich nichts, was Sky in meiner Wohnung nicht angeknabbert hätte.“

Also er hat eine Vorliebe für deine Einrichtung …

Ja! Ich hab nur noch ein Möbelstück, das keine Bissspuren hat. Eine Kommode. Die ist mir heilig. (Mal sehen, wie lange das gut geht.) Ansonsten hat er mir nur ein paarmal in die Wohnung gemacht – zum Beispiel auf den einzigen Teppich, den ich liegen gelassen habe. Sonst ist er Zuhause aber ganz umgänglich.

Eine ganz wichtige Frage noch zum Abschluss: Wie bist du eigentlich auf den Namen Sky gekommen?

Sky … weil er mein Himmel auf Erden ist. (Thomas sagt das mit ernster und getragener Stimme. Dann muss er aber doch lachen.)

Aww, schön.

Aww… (beide lachen) Ich weiß ehrlich gesagt selber nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Ich hatte eine Liste mit möglichen Namen. Das standen zum Beispiel Namen wie Nero, Darwin, Ichiro oder Merlin. Sky ist es dann geworden, weil er (meistens) mein Himmel auf Erden ist. Mal mehr, mal weniger….

Wollt ihr mehr über unsere tierischen Kollegen erfahren oder interessiert euch etwas anderes aus dem zooplus-Alltag? Dann lasst es uns in den Kommentaren wissen.

2 Replies to “Unser neuer Hundekollege Sky: Über Katastrophen und eine heilige Kommode”

  1. Mich würde sehr interessieren, wie es mit Sky weiter geht! Da ich von dieser Rasse noch nie etwas gehört habe, würde ich gern aus der Praxis Erfahren, wie sich so ein Hund weiter entwickelt.

    • Hallo Mike!

      Es freut uns sehr, dass dich der Artikel interessiert. Bei Sky bleiben wir auf jeden Fall am Ball und werden hier regelmäßig über seine Entwicklung berichten. Für uns ist das auch ganz spannend. 🙂

      Viele Grüße,
      Florian

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