Jeder kann helfen! – Geschichten der Hoffnung

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Tieroase Stefanshof e.V., Quelle: Katja Schildknecht.

Letzte Woche haben wir euch den Hof und seine Bewohner in einem Blogpost schon ein bisschen vorgestellt. Heute teilen wir zwei höchst emotionale Geschichten vom Stefanshof mit euch, die uns bewegten, gleichzeitig aber auch Hoffnung geben. Hoffnung, dass auch Tieren geholfen werden kann, die schwierig sind. Und Hoffnung für Lebewesen, die schon in jungen Jahren einen riesigen Leidensweg hinter sich haben und dann durch glückliche Umstände Menschen finden, die sich die Mühe machen sie verstehen zu wollen.

Facebook Aufruf mit Folgen

Helga sah den Hilferuf auf Facebook, geteilt durch eine Bekannte, nur zufällig. Zwitterstute Donna stand zu dieser Zeit auf einem Pferdegnadenhof in Gründung, der kurz darauf aber wieder aufgelöst werden musste. Die Pferde wurden kurzerhand sich selbst überlassen und waren gänzlich unversorgt. Donna hatte bis dato schon eine traurige Lebensgeschichte hinter sich. Die Stute ging mit ihren damals vier Lebensjahren schon durch fünf Hände und zeigte (verständlicherweise) Verhaltensauffälligkeiten. Außerdem war sie durch die Vernachlässigung des Vorbesitzers nur noch Haut und Knochen.

Donna auf dem vorherigen Gnadenhof. Quelle: Tieroase Stefanshof e.V.

Helga sah Donnas Bild und konnte einfach nicht wegsehen. Sie sagte damals spontan zu, dass sie Donna aufnehmen würden. Erst danach erfuhr sie, dass Donna ein Zwitterpferd ist und dadurch ein wenig problematisch ist, weil sie mit Artgenossen nicht vergesellschaftet werden kann. Das war aber für die Vorsitzenden des Vereins (Helga & Stefan Weiß, sowie Jessica & Johannes Kroneck) kein Grund der Stute die dringend benötigte Hilfe zu verweigern und sie wieder wegzugeben. Im Gegenteil: Mittlerweile hat sie sich durch die Liebe und Geduld des Teams zu einem traumhaft schönen Pferd entwickelt.

Donna heute. Quelle: Tieroase Stefanshof e.V.

Neue Perspektiven inmitten von Hoffnungslosigkeit

Der Hilferuf, den ein Bekannter, der Helga aus dem Wartezimmer des Tierarztes kannte, absetzte, klang wie folgt: Ein Mann wäre wohl ins Krankenhaus gekommen und seine Familie will seine Tiere nicht versorgen. Weil die Zustände dort so schrecklich wären, bat der Mann Helga einmal vorbeizuschauen.

„Ich bin nach Hause gekommen und ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab geweint!“

Helga Weiß

Weil es sowieso auf dem Weg zum Tierarzt lag, zögerte Helga nicht lange. Was sie dort sah, ließ sie nächtelang nicht mehr schlafen. So eine fürchterliche Haltung hat sie wirklich selten gesehen. Den Tieren musste unbedingt schnell geholfen werden. Es waren sehr viele Tiere und es war auch klar, dass der Stefanshof nicht die Kapazitäten hatte, um alle selbst aufzunehmen. Es war aber auch klar, dass geholfen werden muss. Helga schaltete das Veterinäramt ein und fuhr mit den Beamten auf den Hof. Erst als sie die Stallungen betrat und das kleine Zicklein Hope vor ihrer toten Mutter stehen sah, wurde Helga das Ausmaß des Elends bewusst. Sie musste leider auch einsehen, dass ihre Hilfe für viele Tiere leider schon zu spät kam. Helga und die Beamten fanden noch mindestens zehn weitere tote Tiere. So ein Fall hinterlässt seelische Spuren bei Geretteten und Helfern. Helga selbst vergoss an diesem Abend die ein oder andere Träne.

Hope vor ihrer toten Mutter. Quelle: Stefanshof e.V.

Die meisten der heute auf dem Stefanshof lebenden Ziegen stammen aus dieser Rettungsaktion. Auch Hope durfte in das großzügige und, mit Kletterstrukturen aus Holz, sowie einer weitläufigen Wiese, artgerecht gestaltete Gehege einziehen. Sie leidet allerdings heute noch unter den Folgen dieser Haltung und wird auch, durch ihre kaputten Gelenke und Beine, nicht die Lebenserwartung einer gesunden Ziegen haben. Auch die Mini-Schweine und zwei Hunden fanden auf dem Lebenshof ein Zuhause.

Heute sind die Ziegen auf dem Stefanshof glücklich. Quelle: Katja Schildknecht.

Da bleibt doch die Frage: Was kann jeder von uns tun, wenn man eine Tierquälerei ähnlichen Ausmaßes beobachtet? Helga sagt, dass es immer auf die Art der Tierquälerei ankommt. Wenn man unmittelbar sieht, dass ein Tier schwer misshandelt wird – zum Beispiel, ein Hund auf offener Straße halb-tot geschlagen oder eine Katze in der Nachbarwohnung gequält wird – sollte man sofort die Polizei rufen. Bei einer schlechten Haltung von Tieren über einen längeren Zeitraum hinweg – zum Beispiel, ein Hund, der im Zwinger vor sich hin vegetiert oder Pferde, die nicht genug zu fressen bekommen – dann kann man das Veterinäramt informieren. Ein Anruf ist immer gut, noch besser wäre es aber, eine Email mit Bildern, die die Zustände dokumentiert, zu schicken. Und auch: Nicht locker lassen!

„Die Vet-Ämter drücken sich ganz gern drum, nicht weil sie nicht helfen wollen, sondern weil es eine Kostenfrage ist.“

Helga Weiß

Für das Veterinärwesen sind die Landkreise und kreisfreien Städte selbst zuständig. Am besten wendet ihr euch direkt an das für euch zuständige Amt.

Eure Bonuspunktespenden unterstützen jeden Monate Vereine damit Tieren wie Hope und Donna geholfen wird. Bitte vergesst nicht bei eurem nächsten Einkauf zu spenden! Falls ihr einen Verein kennt oder einer seid, der auch gern in unser Bonuspunktespendenprogramm aufgenommen werden möchte, schreibt uns gern eine Nachricht bei Facebook, Instagram oder kommentiert unter diesem Beitrag.

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