Lebenshof der Ungewollten – Tieroase Stefanshof e.V.

„Tierschutz darf nicht nach Hund und Katze aufhören…jedes Lebewesen hat das gleiche Recht auf Leben, wie wir Menschen und wir sind nur ein kleiner Teil des Ganzen.“

Helga Weiß
Die Mini-Ponies stehen zusammen mit den Eseln in einem Offenstall. Quelle: Katja Schildknecht.

Die Tieroase Stefanshof e.V. bekommt diesen Monat eure Bonuspunktespenden. Für jeden Euro, den ihr bei zooplus ausgebt, bekommt ihr einen Bonuspunkt. Damit könnt ihr hilfsbedürftige Tiere unterstützen. Jeden Monat erhält ein anderer Tierschutzverein die Chance, Spendenempfänger zu werden. Die gespendeten Bonuspunkte werden gesammelt und in eine Futterspende umgewandelt. Im Prämienshop könnt ihr 2550250 oder 500Bonuspunkte auswählen und spenden. Mehr Infos findet ihr auf zooplus hilft!

Wir haben den Hof im Juni 2019 zum Sommerfest besucht und wollten ihn euch gerne exemplarisch für Vereine, die eure Bonuspunktespenden bekommen, vorstellen.

Buntes Treiben auf dem Sommerfest. Quelle: Katja Schildknecht.

Der Leitspruch des Lebenshofes Tieroase Stefanshof e.V. ist: „Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!“

Helga Weiß, Stefan Weiß, Jessica Kroneck, Johannes Kroneck und ihr Team schauen nicht weg, wenn ein Tier in Not ist. Sie handeln. Eigentlich schon immer. Der Stefanshof nahm seinen Anfang mit Helgas Umzug aus dem städtischen Reihenhäuschen auf einen Bauernhof bei Siegenburg im Landkreis Kehlheim, wo ihre Tiere, sowie Kinder viel Platz haben würden. Mit einem Pferd, drei Hunden und zwei Katzen kam die Familie an und war alsbald von der Masse an herrenlosen, halb verwilderten und verwahrlosten Katzen entsetzt. Auch das traurige Dasein der Zwingerhunde und natürlich die plötzlich sichtbare Realität der Nutztierhaltung bewegte sie alle stark. So stark sogar, dass sich die menschlichen Bewohner des Hofs zu einem veganen Lebensstil entschlossen.

Seit fünf Jahren ist der kleine, von Hopfenfeldern umgebene Bauernhof nun schon ein eingetragener Verein. Dennoch war der Anfang sehr schwer. 2012, noch vor der Vereinsgründung, war Helgas Lebenshof zahlungsunfähig. Unglaublich viele Menschen brachten ihnen immer mehr hilfsbedürftige Tiere vorbei. Doch scheuten es viele ihr Geld einer privaten Organisation, ohne zu wissen wohin die Spenden fließen, zu geben. Seither geht es aber, auch dank der vielen Paten, wieder stetig bergauf.

Schwein Karlo hat schon einen Paten gefunden. Aber viele seiner Freunde suchen noch. Quelle: Katja Schildknecht.

Die Tierpatenschaften bedeuten für den Hof eine sichere Einnahmequelle. „Mit dem Geld durch die Patenschaften können wir fix rechnen. Das gibt uns unglaubliche Sicherheit.“ Man sucht sich ein Tier, das noch keinen Paten hat auf der Homepage aus. Der Betrag staffelt sich natürlich je nach Größe des Tieres. „Ist klar, dass ein Rind teurer ist, als ein Hund.“ Der Rythmus (monatlich, vierteljährlich oder jährlich) ist dabei aber den Spendern überlassen. Falls ihr auch gern eine Patenschaft übernehmen wollt, schaut bitte auf die Webseite des Hofs.

Der Verein finanziert sich ausschließlich über die Patenschaften, Mitgliedschaften und Spenden. Eine Unterstützung durch den Staat oder die Stadt bekommt der Lebenshof nur dann, wenn ein Tier durch das Veterinäramt beschlagnahmt wurde. Hier wird die erste tierärztliche Behandlung bezahlt. Alles weitere muss dann der Hof selbst tragen. Beschlagnahmungen sind oft für alle Beteiligten schwierig, nervlich sehr belastend und manchmal nicht von langer Dauer.

Viele der Ziegen kamen aus einer Beschlagnahmung auf den Hof. Quelle: Katja Schildknecht.

„Sehr emotional ist eine Rettung immer dann, wenn nicht sicher ist, dass man das Tier, das man schon gesehen hat, nicht rausholen kann.“

Helga Weiß

Erst letztens musste Helga einen Yorkshire Terrier namens Tyson fast wieder an seinen früheren Besitzer zurückgeben. Dieser hatte nach der Beschlagnahmung durch das Veterinäramt zwei Wochen Zeit für die entstandenen Kosten aufzukommen. Zwei Wochen bangten die Tierschützer bis die erlösende Nachricht kam, dass Tyson bleiben dürfe.

Ein paar mehr Geschichten rund um die Bewohner des Hofes, zeigen wir euch nächste Woche. Bis dahin: Bitte nicht vergessen beim nächsten Einkauf zu spenden!

Falls ihr einen Verein kennt oder einer seid, der auch gern in unser Bonuspunktespendenprogramm aufgenommen werden möchte, schreibt uns gern eine Nachricht bei Facebook, Instagram oder kommentiert unter diesem Beitrag.

Anmerkung der Redaktion:
In der ersten Version des Artikels haben wir geschrieben, dass Tyson wieder zu seinem vorherigen Besitzer zurück musste. Das war jedoch ein Fehler. Tyson durfte auf dem Stefanshof bleiben.

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