Wohin mit Kotbeuteln und Katzenstreu?

Heute Morgen im Englischen Garten in München. Die Wiesen sind vom gestrigen Regenschauer noch feucht und die Vögel zwitschern schon fröhlich. Kleine Wäldchen wechseln sich mit saftig grünen Wiesen ab und die ersten Krokusse strecken ihre Köpfe aus der Erde. Aber: Was liegt denn da? Ein roter Kotbeutel. Mitten in der Landschaft.

Dieser Anblick wird dem einen oder anderen Gassigeher bekannt vorkommen. Beutel liegen auf Wiesen, in Büschen oder im See. Auch Samtpfoten-Freunde lässt die Entsorgung der großen Mengen an Katzenstreu oft die Stirn runzeln.

Das riesige Müllproblem scheint allgegenwärtig und (erschreckenderweise) zunehmend. Ob Gassibeutel oder Katzenstreu, alle Haustier-Hygieneartikel eint diese Problematik. Gibt es für das Entsorgungsproblem umweltfreundliche Lösungen? Wie sehen diese aus? Den heutigen Internationalen Recycling Day möchten wir zum Anlass nehmen, um auf diese Fragen Antworten zu finden.

Ein großer Müllproduzent schläft gerade friedlich neben meinem Bürostuhl. Mit meiner Hündin Ella ist es jeden Tag das gleiche Spiel: sie macht ihr großes Geschäft, ich ziehe den Gassibeutel aus der Hosentasche, um ihn dann anschließend gleich wieder im nächsten Mülleimer zu werfen. Das passiert täglich zwischen zwei- und dreimal. Allein in München sind über 32 000 Hunde gemeldet, was jährlich ca. 10 Millionen Kotbeutel bedeutet. Das kann sich dann jeder für die ca. 9 Millionen Hunde in Deutschland hochrechnen.

Auch unsere über 13 Millionen Katzen, von denen mindestens 10 Millionen in Haushalten mit Katzenstreu leben, schlagen in der Ökobilanz zu.

Ella und ihre drei Kotbeutel pro Tag.

Gäbe es, vielleicht sogar recycelbare, Alternativen?

Das Wort „Recycling“ kommt aus dem Englischen und beschreibt „jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden.“ Diese Verfahren sollen eine sinnvolle und umweltverträgliche Wiederverwertung bedeuten. Wäre es denn möglich den roten Kotbeutel von oben oder vielleicht auch die täglich anfallenden Mengen an Katzenstreu zu recyceln oder zumindest umweltfreundlicher zu entsorgen?

Der Gassibeutel als Umweltsünder

Wenn man sich den Hundehygieneartikel ansieht wird schnell klar, wieso einem die Assoziation mit „Umweltsünder“ vors geistige Auge schnellt. Die meisten Hundekotbeutel sind aus nicht-recyceltem Plastik und können daher auch nicht wiederverwertet werden. Bei deren Herstellung werden die benötigten Kunststoffe aus Rohbenzin, Kohle oder Erdgas gewonnen und durch Weichmacher, Farbmittel, verschiedene Füllstoffe und weitere Stoffe ergänzt. Die Kotbeutel wandern aus der Hosentasche in den Müll oder im nächsten Busch. Wie wir alle wissen, verschwindet Plastik dort nicht einfach, sondern zerfällt in 5 Millimeter großes Mikroplastik und gelangt so in u.a. unser Grundwasser. Auch bei der vorschriftsmäßigen Entsorgung über die Abfallwirtschaft gibt’s Probleme: in den Müllverbrennungsanlagen sorgen Kotbeutel für einen erhöhten CO² Ausstoß.

Wäre es dann nicht besser, die Beutel einfach liegen zu lassen? Nein, gerade in Ballungsräumen mit vielen Hunden, gar keine gute Idee. Von den wiederlichen Rendevouz mit den Schuhsohlen von Mitmenschen mal abgesehen, können andere Tiere sogar ernsthaft krank werden. Die Schafherde im Englischen Garten, zum Beispiel, haben sich in letzter Zeit öfter mit dem Hundebandwurm angesteckt, was bei trächtigen Tieren zu regelmäßigen Todgeburten führt. Dafür möchte man doch wirklich nicht verantwortlich sein!

Welche Alternative haben Hundebesitzer? Gleich mal vorneweg: es gibt (noch) keine perfekte Lösung! Dennoch:

  1. Kottüten aus recyceltem Material wären auch eine Lösung. Man kann sie, zum Beispiel, aus Altpapier oder bereits recyceltem Plastik herstellen. Selbst die Zeitung vom Vortag tut’s auch. Das sorgt für 70% weniger CO² Ausstoß über die Müllverbrennung.
  2. Kompostierbare Gassibeutel werden aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Mais, hergestellt und können (falls es die Komune erlaubt) über die Biotonne entsorgt werden. Rein theoretisch, wäre auch eine Kompostierung zu Hause möglich, da die Tüten aber nur mithilfe bestimmter Mikroorganismen und Pilzen nur in industriellen Kompostieranlagen zu 100% zerfallen, wird dies nicht empfohlen. Auch wegen des Infektionsrisikos mit Krankheitserregern und zusätzlicher hygienischer Probleme sind sie leider für die Kompostierung zu Hause ungeeignet. Bei der Verbrennung jedenfalls fallen zwischen 60 und 70% weniger CO² an als bei Beuteln aus Plastik.

Solche biologisch abbaubare Hundekotbeutel finden Sie, zum Beispiel, im zooplus Shop. Sie sind praktisch und umweltfreundlich zugleich. Die geruchsfreien Beutel werden aus Maisstärke gefertigt. Der nachwachsende Rohstoff ist biologisch abbaubar und erfüllt die europäischen Richtlinien für Kompostierbarkeit (EN13432). Auch die Verpackung und der Rollenträger sind aus recyclebarem Karton und damit nachhaltig schonend zur Umwelt.

Betonit, Silikat und pflanzliche Streu – alles für die Katz`?

Da Katzen sehr reinliche Tiere sind, ist für sie Hygiene das A und O. Wenn die Toilette nicht sauber genug ist, greif so manche Samtpfote zu drastischen Maßnahmen. Schnell landet das große Geschäft in irgendeiner Wohnungsnische oder vor dem Katzenklo.

Kennen Sie den noch?

Die Entsorgung von Katzenstreu hängt stark von der Zusammensetzung dessen ab. Möglich sind Toilette, Biotonne, Kompost oder Restmüll.

  1. Das mineralische Betonitstreu ist nicht biologisch abbaubar und darf demnach auch nicht über Biotonne, Kompost oder Toilette entsorgt werden. Es gehört in den Restmüll.
  2. Silikatstreu besteht aus Kieselgel. Dieser Stoff bindet Flüssigkeiten aufgrund von Hohlräumen und kleinen Poren besonders gut. Es gibt kompostierbare und umweltfreundliche Silikate, wie von Tigerino, die (je nach Vorgaben der örtlichen Abfallwirtschaft) sogar auf den Kompost dürfen. Meistens empfiehlt sich jedoch die Entsorgung über den Restmüll.
  3. Anders verhält es sich mit pflanzlichen Streu. Sie bestehen oft aus Holz, Stroh, Altpapier und anderen nachwachsenden Rohstoffen.
    Entsorgung über Haushaltstoilette bitte nur in sinnvollen Mengen!
    Die Spülung über die Haushaltstoilette ist ausschließlich für einzelne Abfallklumpen gedacht! Einzelnen Klumpen in die Toilette geben und kurz anweichen lassen. Dann kräftig nachspülen – das Wasser muss die Klumpenteilchen ausreichend umspülen und umnetzen können. Erst danach den nächsten Klumpen in die Toilette geben. Zur Entsorgung und Restentleerung einer verbrauchten Toilettenfüllung ist die Haushaltstoilette ebenfalls nicht geeignet. Dazu bitte – je nach örtlichen Entsorgungsvorschriften – Biotonne, Kompost oder Restmüll nutzen.

Ein solches pflanzliches Katzenstreu von Cat’s Best finden Sie im zooplus Shop. Cat´s Best Original ist viel ergiebiger als herkömmliche klumpende Katzenstreu, denn Flüssigkeit wird im Kapillarsystem der natürlichen Pflanzenfasern effektiv gebunden. Dadurch ist Cat’s Best Original sehr viel sparsamer im Verbrauch und damit auch deutlich wirtschaftlicher als viele andere Katzenstreus. Mehr als 3000 positive Bewertungen können nicht irren!

Der Arbeitsaufwand für die Reinigung und Befüllung der Katzentoilette wird auf ein Minimum reduziert, denn Cat’s Best Original besteht aus technologisch veredelten Aktiv-Holzfasern, die auf natürliche Weise Feuchtigkeit und Gerüche aufnehmen und einkapseln. So kann die Streu viel länger, bis zu 7 Wochen, in der Katzentoilette verbleiben. Das bedeutet auf der einen Seite weniger Arbeit und auf der anderen Seite auch weniger Kosten. Gut für die Umwelt ist es obendrein. Cat´s Best verwendet zur Herstellung ausschließlich aus PEFC-zertifizierten Holz-Sekundär-Rohstoffe der holzverarbeitenden Industrie -im Einklang mit der Natur – kein Baum wird gefällt!

Fazit: Kein Haustierhygieneprodukt ist perfekt, durch eine bewusste Entscheidung kann aber der Umwelt zumindest ein bisschen unter die Arme gegriffen werden.

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