„zoolove by zooplus“ vor Ort bei der Reptilienauffangstation München e.V.

Die Auffangstation für Reptilien in München ist ein Tierschutzverein der ganz anderen Art. Wir von der Charity-Marke „zoolove by zooplus“ waren natürlich neugierig und haben die Auffangstation persönlich besucht.

von Julia Burdajewicz

Foto: Auffangstation für Reptilien, München e.V.

Biologe Patrick Boncourt, der in der Reptilienauffangstation arbeitet und die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet, empfing uns mit einem freundlichen Lächeln und guter Laune im Eingangsbereich. Gleich ging es in die unterirdisch angelegte Auffangstation. Die von der Ludwig-Maximilians-Universität zu Verfügung gestellten Räumlichkeiten sind in verschiedene Sektoren eingeteilt und werden bis auf den letzten Zentimeter flächendeckend effektiv ausgenutzt. Gleich zu Beginn der Führung durch die Auffangstation finden wir uns im Quarantänebereich für frisch aufgenommene Tiere wieder.

Obwohl der Platz begrenzt ist, werden die Tiere so platzsparend und artgerecht untergebracht wie möglich. So wird Platz für neue Schützlinge geschaffen. Schildkröten sind hier die am häufigsten aufgenommene Tierart mit einem langen Quarantäneaufenthalt von über mehreren Monaten. Schildkröten sind nämlich so genannte „Trendhaustiere“, die aufgrund von fehlender Sachkunde häufig abgegeben werden. „Es gibt keine Ausrede, die wir noch nicht gehört habe“, erzählt uns Patrick Boncourt, als wir einen Leguan in schlechter körperlicher Verfassung hinter der Glasscheibe entdeckten. Aufgrund nicht artgerechter Haltung hat dieses Reptil leider ein Bein verloren. Aus Unwissenheit des Halters wurde der Leguan, welcher strikter Einzelgänger ist, mit mehreren Artgenossen in ein gemeinsames Terrarium gesetzt. Dies führte zu Revierkämpfen um das Territorium, welche für die Leguane oft tödlich enden können oder zumindest zu starken Verletzungen wie fehlenden Gliedmaßen führen. Durch die zugezogene Verletzung ist der Leguan zukünftig schwer bis nicht mehr vermittelbar. In der Auffangstation finden inzwischen viele verletzte Reptilien ein längerfristiges Zuhause.

Foto: Auffangstation für Reptilien, München e.V.

Im weiteren Verlauf der Führung wird klar, dass dies kein Einzelfall ist. Reptilien sind oftmals Opfer von so genannten „Spontankäufen“. Die Halter kennen sich auch nach dem Kauf ihres Reptils kaum mit ihrem neuen Haustier aus, so kommt es schnell zur falschen Haltung und Fehleinschätzung. Lässt sich für den langersehnten Urlaub schließlich keine Vertretung finden, wird das Reptil einfach in die freie Natur entlassen. Die meisten wollen sich dabei nicht vorstellen, dass die Exoten das deutsche Klima sehr schwer oder gar nicht überleben. Im Notfall werden die Tiere auch mal in Pappkartons gepackt und an Raststätten „vergessen“ oder auch einmal vor die Haustüre des Vereins gestellt.

Um solche Zwischenfälle und lebensbedrohliche Situationen für die Reptilien zu vermeiden, liegt der Fokus des Vereins vor allem auf der Aufklärungsarbeit. Denn nur wenn die Bevölkerung informiert ist, kann verhindert werden, dass Reptilien unüberlegt gekauft und anschließend verantwortungslos in die Natur ausgesetzt werden. Führungen für Schulklassen sowie Besucher und die Zusammenarbeit mit der Stadt München sollen den Menschen die Augen für das bisherige Leid der Reptilien öffnen und Sympathie zu wecken.

Foto: Auffangstation für Reptilien, München e.V.

Im Bereich der Exoten mauserte sich der Verein über jahrelanger Arbeit und gesammelten Wissen deutschlandweit zum wichtigsten Ansprechpartner für Reptilien und Exoten. Sie sind erste Anlaufstelle für unerfahrene oder werdende Halter und Tierschutzvereine, denen oft die Erfahrung für Exoten fehlt. So finden auch Fundtiere aus ganz Deutschland ihren Weg in die Münchner Auffangstation für Reptilien und sorgen damit für stetiges Wachstum des Reptilienbestandes. Dies führt dazu, dass die Auffangstation deutschlandweit zu tun hat und sich auch bei Einfangaktionen wie die von Schildkröten intensiv beteiligen.

Wichtige Arbeit leistet der Verein auch in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, die von dem Wissen der Tierschützer profitiert. Mit den Tierschützern lernen sie, wie sie sich im Einsatzgebiet bei Begegnung mit potenziellen Giftschlangen zu verhalten haben und das Risiko besser einzuschätzen. „In den meisten Fällen handelt es sich bei dem Biss einer Giftschlange um keinen giftigen Biss“, erklärt Patrick Boncourt, der als Biologe auf das Verhalten von Schlangen spezialisiert ist. Gleichzeitig wird auch der Umgang mit ungefährlichen Reptilien geschult, um das Aufeinandertreffen zu erleichtern und die Angst zu nehmen.

Foto: Auffangstation für Reptilien, München e.V.

Die Finanzierung all dieser wichtigen Arbeit ist dementsprechend sehr wichtig und gleichermaßen schwierig. Der Zuschuss des Freistaats Bayern deckt nur etwa 30 Prozent der Kosten, die für die Aufrechterhaltung der Auffangstation und die tierärztliche Versorgung der Tiere nötig ist. So sind die Tierschützer von Geld- und Sachspenden abhängig, um den Tieren einen möglichst angenehmen temporären Aufenthalt zu ermöglichen. Sehr freuen tut sich der Verein so auch über jede Tierpatenschaft und Vereinsmitgliedschaft, um einzelne Tiere besonders zu fördern und besondere Aspekte ihrer Arbeit zu unterstützen.

Unterstützen Sie gemeinsam mit uns die Auffangstation für Reptilien! Im Juli und August 2017 kommen dem Verein 10 Prozent von jedem verkauften Produkt unserer Charity-Marke „zoolove by zooplus“ zugute. Helfen Sie dabei, die Möglichkeiten des Vereins weiter auszubauen und den Exoten weiterhin ein gut behütetes und liebesvolles Übergangszuhause zu bieten. Die Tierschützer freuen sich sehr darüber, auch zukünftig für herrenlose Reptilien da zu sein und mit ihrer Arbeit als Tierschützer neues Bewusstsein für sie zu wecken.

Unser Sortiment umfasst hochwertiges Futter, gesunde Snacks und tolles Zubehör für Katze und Hund. Auf unserer zoolove-Fanpage bei Facebook erhalten Sie regelmäßig aktuelle Neuigkeiten zur Aktion. Weitere Informationen zum Verein gibt es unter https://www.reptilienauffangstation.de/ sowie auf der Facebook-Fanpage der Auffangstation!

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