Wenn es Zeit ist, das geliebte Tier gehen zu lassen

Haustiere sind Familienmitglieder. Sie schlafen in unserem Bett, genießen mit uns die Abendsonne auf der Terrasse. Sie wissen genau, wenn wir traurig, müde oder einfach nur glücklich sind. Sie altern mit uns. Und irgendwann ist leider der Zeitpunkt gekommen, das geliebte Haustier gehen zu lassen…

Der Tod des tierischen Familienmitglieds ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Vielleicht ist Ihr Tier beim Tierarzt in Ihren Armen eingeschlafen. Vielleicht war es ein schrecklicher Unfall. Vielleicht ist es im eigenen Zuhause eingeschlafen. Auch die nachfolgende Trauerphase ist individuell. Viele Tierfreunde brauchen nun erst einmal eine Pause. Andere schauen sich gleich nach einem neuen vierbeinigen oder gefiederten Begleiter um. Egal, wie Sie trauern: Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen!

Eines müssen Tierfreunde aber in der Regel direkt nach dem Ableben ihres Tieres entscheiden: Was geschieht mit dem Tierkörper? Er ist nun nicht mehr als eine leere Hülle, dennoch möchte man ihn natürlich nicht einfach „entsorgen“… Je nach Geldbeutel und persönlichen Vorlieben gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, seinem Haustier ein bleibendes Denkmal zu schaffen.

Im eigenen Garten beisetzen

Tierfreunde, die einen eigenen Garten besitzen, möchten das Tier oft hier beisetzen lassen. Doch das ist manchmal einfacher gesagt als getan. Das Tierkörperbeseitigungsgesetz wurde aus Seuchenschutzgründen niedergeschrieben und gibt sehr genau vor, wann, wie und wo Sie Ihr Tier begraben dürfen. Vierbeiner, die an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben sind, dürfen nicht selber beigesetzt werden. Das Grab darf außerdem nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen, ein Abstand von ein bis zwei Metern muss zu öffentlichen Wegen und Plätzen eingehalten werden. Das tote Tier sollte mindestens 50 Zentimeter tief begraben werden, idealerweise in leicht verrottendes Material wie eine Wolldecke gewickelt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Tiere nach der Kremierung im eigenen Garten beizusetzen.

Tierfriedhöfe

Wer keinen eigenen Garten besitzt und sein Tier dennoch nicht beim Tierarzt zurücklassen will, kann es in einem der vielen Tierfriedhöfe beisetzen lassen. Mittlerweile gibt es Tierfriedhöfe fast in der Nähe jeder größeren Stadt, oft sind diese einem Tierkrematorium angeschlossen. Und hier läuft es fast ab wie bei einem Friedhof für menschliche Angehörige. Münchner Tierfreunde haben beispielsweise die Wahl zwischen einem Reihengrab oder einem anonymen Grab und können zwischen Erd- und Feuerbestattung wählen.

Kremieren oder bestatten?

Es ist auch möglich, den Körper Ihres Tieres kremieren zu lassen. Diese Möglichkeit wird gerne von Tierfreunden genutzt, die sich noch nicht über den Verbleib der sterblichen Hülle Ihres Vierbeiners sicher sind.

Tierurnen

Natürlich erhalten Sie die Asche Ihres Tieres nicht in einem Plastiksäckchen. Ganz im Gegenteil: Urnen gibt es in vielen Größen, Formen und Farben. Ob einfach und schlicht, künstlerisch, esoterisch – Tierfreunde haben hier eine große Auswahl und können die richtige Hülle für die sterblichen Überreste Ihres Vierbeiners wählen.

Eine Urne kann im eigenen Garten oder auf einem Tierfriedhof beigesetzt werden – oder aber bis zur endgültigen Entscheidung im Haus behalten werden. Viele Tierhalter wählen die Urne auch als Schmuckstück, um ihr geliebtes Tier immer bei sich zu halten. Die Entscheidung ist von Ihren persönlichen Vorlieben abhängig! Vergessen Sie nie: Trauer ist ein sehr individueller Prozess.

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