Tierschutzverein Schramberg e.V.: Hilfe in letzter Minute

10 Prozent von jedem verkauften zoolove-Produkt kommen dem Tierschutz zugute. Um möglichst viele Tierschutzorganisationen zu unterstützen, wird alle zwei Monate ein neuer Verein gewählt. Hier im zooplus-Blog und auf unserer Facebook-Fanpage berichten wir vom Einsatz der Spenden – so können Sie sicher sein, dass Ihr Beitrag auch im Jahr 2016 genau dort ankommt, wo er benötigt wird!

Vergessen: Kettenhund Charly wurde in letzter Minute gerettet. Foto: Tierschutzverein Schramberg e.V.
Vergessen: Kettenhund Charlie wurde in letzter Minute gerettet. Foto: Tierschutzverein Schramberg e.V.
„Das Schicksal vom ehemaligen Kettenhund Charlie steht stellvertretend für das vieler Kettenhunde, die immer noch ein trauriges Dasein fristen müssen, obwohl diese Haltung schon vor Jahren verboten wurde“, erzählte Claudio Di Simio vom Tierschutzverein Schramberg e.V., den Sie mit Ihren zoolove-Käufen der Monate Januar und Februar 2016 unterstützen. „Die Haltung von Hunden wird in einer eigenen Tierschutzverordnung geregelt. Das Mindeste was darin einem Hund zugestanden wird, ist eine Laufvorrichtung, die dem Tier ein Mindestmaß an Bewegungsfreiheit gewähren muss. Dennoch entdecken wir immer wieder Hunde, die ausschließlich an kurzen Gliederketten angebunden sind, obwohl diese Form der Haltung seit langem nicht mehr erlaubt ist.“

Das Problem dabei: Fast immer stehen diese Kettenhaltungen in Zusammenhang mit weit abgelegenen Gehöften, auf die sich so gut wie nie ein Spaziergänger verirrt und somit bleibt das Los dieser Hunde meistens unbemerkt. Es sei denn, der Zufall kommt zu Hilfe. Vermutlich wäre auch Charlies Geschichte eine andere geworden, hätte es nicht aufmerksame Menschen gegeben, denen aufgefallen wäre, dass sein Besitzer schon seit längerem nicht mehr im Ort gesehen wurde. Wie das so auf dem Land eben ist, irgendwer machte sich dann doch Sorgen und hat sich auf den Weg gemacht, mal nach dem Herrn zu schauen. Dieser wohnte eigentlich recht idyllisch in einem kleinen abgelegenen Haus mit viel Wald und Wiese drumherum und einem Weiher, in dem Forellen gezüchtet wurden. Aber eben auch ziemlich weit ab von der Öffentlichkeit und so stellte sich erst spät heraus, dass der Mann da bereits seit über einer Woche in einer Klinik lag, in die er sich selber begeben hatte. Dafür zu sorgen, dass sich jemand um seine Tiere kümmerte, hatte er vergessen.

Fast immer stehen diese Kettenhaltungen in Zusammenhang mit weit abgelegenen Gehöften, auf die sich so gut wie nie ein Spaziergänger verirrt. Foto: Tierschutzverein Schramberg e.V.
Fast immer stehen diese Kettenhaltungen in Zusammenhang mit weit abgelegenen Gehöften, auf die sich so gut wie nie ein Spaziergänger verirrt. Foto: Tierschutzverein Schramberg e.V.
„Als wir vom Tierschutzverein dorthin gerufen wurden, fanden wir insgesamt drei Hunde, die an kurzen Ketten vor dem Haus angebunden waren und in ihrem eigenen Kot stehen mussten. Mehrere Stallhasen in viel zu engen und verschmutzten Käfigen, dazu noch Hühner, eine Gans, fünf Zwergziegen, fünf Kamerunschafe und viele Katzen, darunter zahlreiche Katzenkinder. Wir fanden weder Wasser noch Futter vor, dafür vernachlässigte und geschwächte Tiere in verschmutzten Ställen.“ Nach der ersten Notversorgung stand fest, dass die betroffenen Tiere nur knapp einer größeren Katastrophe entgangen waren.
Für einen Tierschutzverein, der kein eigenes Tierheim zur Verfügung hat, ist die Unterbringung so vieler unterschiedlicher Tiere eine große Herausforderung. „Unsere Pflegetiere werden bislang alle auf privaten Pflegestellen untergebracht, die jedoch nicht darauf vorbereitet sind, auf einen Schlag so viel mehr Tiere aufzunehmen“, erklärt Herr Di Simio. „Wir haben deshalb unser gesamtes Tierfreunde-Netzwerk bemüht und jeden angerufen, der irgendwie in Frage käme, ein Tier aufzunehmen. Am Ende geschah ein kleines Wunder und wir konnten alle Tiere gut unterbringen, auch die Tiere, die eigentlich als sogenannte Nutztiere gehalten wurden.“ Auch diese Tiere konnten an Plätze vermittelt worden, wo sie ein langes tiergerechtes Leben führen dürfen und nicht auf dem Teller landen müssen. Die Zwergziegen blieben weiterhin in der Obhut eines Vereinsmitglieds und dürfen eines Tages auf das Gelände des Paradieshofes umziehen.

„Die Wendung im Leben des Kettenhundes Charlie jedoch hat uns am meisten berührt. Charlie war zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Jahr alt und hatte die meiste Zeit seines Lebens an der Kette verbracht, weil der freiheitsliebende Husky-Mix sich immer auf und davon machte. Trotzdem bewahrte er sich ein freundliches Wesen.“ Die Pflegefamilie, die ihn spontan bei sich aufgenommen hatte, konnte sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr von ihm trennen, adoptierte ihn schließlich und bewies viel Geduld, denn die Wandlung vom Kettenhund zum Sofahund verlief nicht ganz reibungslos. In der ersten Hündin der Familie, der Cocker-Dame Susi, fand Charlie schnell ein liebe Freundin, die ihm das eingesperrt sein in geschlossenen Räumen etwas erträglicher machte.

Nach wenigen Monaten war Charlie nicht mehr wiederzuerkennen, aus dem vormals zotteligen und ungepflegten Hund, war ein stattlicher Kerl geworden, der seiner Familie sogar in den Urlaub ans Meer folgen durfte. „Wir wünschen ihm, dass er noch einige Jahre sein zweites Leben genießen darf“, freut sich Tierschützer Claudio Di Simio.

logo_tschv_schrambergUm bald noch mehr herrenlosen Tieren bei der Suche nach einem neuen Zuhause beizustehen, plant der Tierschutzverein Schramberg e.V. den Bau eines „Paradieshofes“ für Tiere. Hier erfahren Sie mehr zu diesem außergewöhnlichen Projekt. Helfen auch Sie: In den Monaten Januar und Februar gehen 10 Prozent von jedem verkauften zoolove-Produkt an die Organisation! Weitere Informationen finden Sie auf unserer zoolove-Fanpage bei Facebook, im zoolove-Shop, auf der Homepage des Tierschutzvereins sowie auf der entsprechenden Facebook-Fanpage.

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