Tierschutz: Können ehemalige Streuner gute Hauskatzen werden?

Tierheimmitarbeiter und Versorger von Futterstellen müssen sich dieser Frage immer wieder stellen: Können ehemalige Streunerkatzen wirklich zu zuverlässigen und vor allem glücklichen Hausgenossen werden? Oder werden Tiere, die nicht in einem liebevollen Zuhause großgeworden sind, ihr Leben lang Schwierigkeiten haben, sich dem Menschen anzuschließen?

Können ehemalige Streunerkatzen glückliche Hausgenossen werden?
Können ehemalige Streunerkatzen glückliche Hausgenossen werden?
Die Sozialisierungsphase junger Kätzchen findet zwischen der sechsten und zwölften Lebenswoche statt. In diesem Zeitraum sind die Jungtiere besonders offen für Neues, erkunden ihre Umgebung und erproben spielerisch das Sozialleben erwachsener Tiere. Kommen sie in dieser Phase regelmäßig in positiven Kontakt mit Menschen, sind sie in der Regel auch später menschlichen Bekanntschaften gegenüber aufgeschlossen. Nicht zu vernachlässigen ist hier auch das Verhalten der Mutterkatze. Ist sie selber scheu gegenüber Menschen, wird sich ihr Nachwuchs ebenfalls sehr viel schwerer damit tun, Kontakt zu Zweibeinern aufzubauen. Geht sie mit gutem Beispiel voran, verhalten sich auch die Jungkatzen entspannter und offener.
Lange Rede, kurzer Sinn: Katzen, die in Freiheit geboren wurden, aber rechtzeitig in Kontakt mit Menschen kamen, können mit ein wenig Geduld also durchaus zu zuverlässigen und vor allem zufriedenen Familienkatzen werden. Ob sie sich für die reine Haltung im Haus eignen, ist eine andere Sache – dies hängt vor allem vom jeweiligen Charakter und Temperament ab.

Eignen sich Straßenkatzen, die als erwachsene Tiere aufgegriffen wurden, darum auf keinen Fall als Hauskatzen? Nicht unbedingt! Nicht jeder Streuner wurde tatsächlich in freier Natur geboren, viele Tiere wuchsen im Familienverband auf und wurden ausgesetzt, sind entlaufen oder haben sich aus anderen Gründen auf der Straße und später im Tierheim wiedergefunden. In der Regel verbringen Fundkatzen einige Wochen im Tierschutzverein, bevor sie zur Vermittlung bereit stehen. In dieser Zeit werden sie dem Tierarzt vorgestellt, entwurmt, geimpft und oft auch sozialisiert. Die Tierheimmitarbeiter können Ihnen so eine Menge über Ihren potentiellen neuen Hausgenossen, seine Eigenheiten und Vorlieben erzählen.

Tierschutz ist eine langwierige, anstrengende und nicht zuletzt finanziell aufwendige Angelegenheit. Denn nur selten decken die Vermittlungsgebühren eines Tierheimtieres die Kosten, die bis zur Vermittlung in das perfekte Zuhause entstehen. Aus diesem Grund hat zooplus die Charity-Marke „zoolove by zooplus“ ins Leben gerufen. 10 Prozent des Verkaufspreises jedes zoolove-Produktes gehen an den Tierschutz. Welcher Verein in den Genuss der zoolove-Spende kommt, entscheiden Sie: Alle drei Monate dürfen Sie auf Facebook eine neue Tierschutzorganisation wählen. Hier können Sie bis zum 15. Dezember direkt abstimmen, welcher Verein Empfänger der nächsten zoolove-Spende sein wird. Vielleicht möchten Sie ja sogar einen bestimmten Verein für eine Förderung vorschlagen? Ihr Engagement lohnt sich: Allein im ersten von drei Spendenmonaten kamen über 2500 Euro für die Tiertafel München zusammen!

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