Kein Platz in Tierheim – was nun?

Alle Jahre wieder, während der Ferien, der Kittenzeit im Frühling und Herbst oder nach den Weihnachtsfeiertagen ist es soweit: Die Tierheime nehmen mehr Tiere auf als in anderen Monaten, zudem ist die Vermittlung während der Ferienzeiten und zwischen den Feiertagen schwer. Die Organisationen stoßen an ihre Grenzen. Was passiert dann?

fotolia_9676107web_1Das Tierheim München verrät auf seiner Homepage: „Wegen Überfüllung wird kein Tier aus unserem Zuständigkeitsbereich abgelehnt. Wir wollen nicht, dass dann Tiere am Straßenrand angebunden oder im Wald ausgesetzt werden.“ Dann heißt es: Flexibel sein. „Was wir in Zeiten einer Überbelegung versuchen, ist mit den Tierbesitzern zu reden, ob die Abgabe nicht doch noch ein oder zwei Wochen warten kann.“ Bei Fundtieren stellt sich diese Frage leider erst gar nicht – und gerade zu Ferienzeiten finden viele herrenlose Vierbeiner, die an Raststätten gefunden wurden, ihr Weg zum Tierschutz.

In dieser Zeit können Pflegestellen Leben retten: Hier nehmen Tierfreunde für eine bestimmte Zeit Tierschutztiere in ihrem Haushalt auf und kümmern sich um sie wie um das eigene Tier. Gerade junge Katzen und Hunde, die wegen ihres geringen Alters noch nicht vermittelt werden können, genießen die Aufmerksamkeit ihrer Pflegeeltern. Besonders wichtig sind Pflegestellen für chronisch kranke, alte, oder verhaltensauffällige Vierbeiner. Pflegeeltern brauchen neben tierischem Sachverstand vor allem eins: Ein großes Herz. Doch wer das Tier danach in ein gutes Zuhause abgeben muss, braucht auch eine gewisse Portion Stärke. Eine Kombination, die leider nicht alltäglich ist!

Tierschutz beginnt oft beim Menschen – die Tiertafel München e.V. versucht darum mit Engagement und Herzblut, die Abgabe von vierbeinigen Familienmitgliedern an den Tierschutz zu verhindern. Denn Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Altersarmut stellen Tierfreunde oft vor eine schwere Entscheidung: Muss ich mein tierisches Familienmitglied abgeben? Gerade in schwierigen Zeiten ist der Vierbeiner aber ein treuer Vertrauter und oft die einzige Konstante in harten Situationen. Darum engagiert sich das Team ehrenamtlich für Menschen, die finanziell oder körperlich nicht in der Lage sind, ihre Haustiere gesund und artgerecht zu versorgen. Wer seine Bedürftigkeit nachweisen kann, wird bei der Versorgung seines Vierbeiners unterstützt. So hilft die Tiertafel pro Monat über 400 bedürftige Münchnerinnen und Münchnern mit rund 1.000 Kilogramm Futter – als ausschließlich ehrenamtlich arbeitender Verein ist die Tafel so auf jede einzelne Spende angewiesen! „Die Wünsche unserer Kunden sind wirklich sehr bescheiden. Im Vordergrund steht natürlich das Futter. Da unsere Fellnasen meist mit ihren Haltern alt geworden sind, benötigen wir sehr viel mehr Spezialfutter für Senioren oder Sensibelchen. Nieren- und Diabetesfutter stehen auch ganz oben auf der Liste“, so Andrea de Mello, Vorsitzende der Tiertafel München e.V., im zoolove-Interview. „Oft wird natürlich nach Dingen gefragt, die verschleißen: Ein Kratzbaum, ein Katzenklo, eine Leine, ein Körbchen. Da wir auch viele Sachspenden erhalten, können wir die meisten Wünsche aber zeitnah erfüllen.“ Die Tiertafel München hilft so auf eine unkonventionelle Art und Weise, Tierheime zu entlasten. Ein Zweck, den wir unterstützenswert finden! Die Tiertafel München ist so der erste Empfänger der Spenden unserer Charity-Eigenmarke „zoolove by zooplus“. Zehn Prozent des Verkaufspreises jedes zoolove-Produktes kommen dem Tierschutz zugute. Mit Ihrer Hilfe kamen so allein im ersten Spendenmonat über 2.500 Euro zusammen!

Ab Januar 2015 wird der nächste Tierschutzverein von zoolove unterstützt. Schauen Sie gleich auf unsere Facebook Fanpage und stimmen Sie ab, wer der nächste Empfänger unserer zoolove-Spende sein soll!

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