zoolove hilft: Interview mit Sina Hanke von „Animal Care e.V.“

Endlich ist es soweit! Sechs Vereine haben es in die Endrunde geschafft – Sie dürfen nun bis zum 15. Dezember 2014 entscheiden, wer sich über die zoolove-Spenden der Monate Januar bis März freuen darf. Welcher Organisation geben Sie Ihre Stimme?Heute stellen wir Ihnen „Animal Care e.V.“ vor. Der recht junge Verein fördert Projekte im In- und Ausland. Das Ziel: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Gründerin und 1. Vorsitzende Sina Hanke hat mit uns über den Verein, ausländische Projekte und das Katzenelend innerhalb Deutschlands gesprochen. Sie können „Animal Care e.V.“ oder Ihrem Favoriten unter https://de.surveymonkey.com/s/JP7K7D5 Ihre Stimme geben.

523753_360555040680075_1006920478_nKönnten Sie Ihren Verein und Ihr Vereinsziel kurz vorstellen?
Animal Care e.V. ist ein als gemeinnützig anerkannter und eingetragener Verein beim Amtsgericht Pinneberg- Schleswig Holstein. Mit der Gründung im Januar 2012 sind wir also noch ein sehr junger Verein. Stephanie Schmidt (2. Vorsitzende) und ich, Sina Hanke, haben den Verein als junge Studentinnen gemeinsam mit anderen Tierfreunden und erfahrenen Tierschützern ins Leben gerufen, mit dem Schwerpunkt, Projekte im In- und Ausland zu fördern.
Es geht uns also viel mehr um „Hilfe zur Selbsthilfe“ als um die ausschließliche Vermittlung von Tieren, d.h. unser Augenmerk ist darauf gerichtet, an den Umständen in den jeweiligen Ländern und Institutionen etwas zu verändern, um somit die Lebensbedingungen der Tiere vor Ort nachhaltig zu verbessern. Umgesetzt wird dies durch großflächige Kastrationsaktionen von Streunerkatzen in Deutschland und Öffentlich- und Aufklärungsarbeiten. In Andalusien wirkt unser Verein am Bau eines komplett neuen Tierheims mit, während wir auf den Kanaren mit zuständigen Behörden in Kontakt stehen und versuchen, den Tierschutzgedanken zu festigen. Dies hat neben der Kastration und Versorgung der Tiere höchste Priorität, um ein Umdenken in den betroffenen Ländern zu bewirken und die Problematik vor Ort anzugehen. Aktuell steht zudem ein Hilfstransport nach Rumänien an. Eine Spedition hat uns LKW und Fahrer zur Verfügung gestellt und durch die große Spendenbereitschaft vieler Mitmenschen werden noch diesen Monat sechs bis zehn Paletten Futter in das größte Tierheim der Welt „die Smeura“ in Pitesti gebracht.
In unserem aktuellen Kastrationsprojekt in Deutschland konnten wir hingegen innerhalb kürzester Zeit fast 40 streunende Katzen kastrieren lassen.

Wie finanziert sich Ihr Verein? Arbeiten alle Mitarbeiter ehrenamtlich?
Unser Mitarbeiterkreis ist dabei ausschließlich ehrenamtlich aktiv. Animal Care e.V. finanziert sich ausnahmslos durch die Spendenbereitschaft von Tierfreunden und den Mitgliedsbeiträgen.
Selbstverständlich werden auch die Reisen zu unseren Projektpartnern in Andalusien, Kanaren und Rumänien aus eigener Tasche und NICHT aus Vereinsgeldern finanziert!

Zudem unterstützen uns namenhafte Sponsoren wie die Hamburger Sparkasse oder kleinere Unternehmen beispielsweise durch das Sponsoring einer einheitlichen Vereinskleidung oder ähnlichem.

Wie viele Mitglieder haben Sie aktuell?
Ausgehend von sieben Gründungsmitglieder haben wir mittlerweile 54 Mitglieder in unserem Verein.

Gibt es aktuell akute Engpässe in Ihrem Verein? Wie würden Sie eine zoolove-Spende höchstwahrscheinlich einsetzen?
Unsere Projekte „stehen und fallen“ mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Der Kampf gegen das Katzenelend in Deutschland ist vielen gar nicht bewusst, aber die Zahl der herrenlosen Tiere wird landesweit auf über 2 Millionen geschätzt! Lediglich Kastrationen können diese Problematik eingrenzen und langfristig mindern, sodass der Bedarf immens groß ist und wir jährlich eine große Summe in die Kastrationen investieren.
Auch der Tierheimbau in Andalusien geht in mal kleinen mal großen Schritten, je nach finanzieller Verfügbarkeit, voran.
Nach unserer Fahrt nach Rumänien wird wieder ein Besuch auf Fuerteventura anstehen, bei dem auf den zuständigen Behörden gemeinsam mit ansässigen Veterinären ein Lösungskonzept erarbeitet werden soll, um das Streunerproblem an Hunden zu minimieren.
Nach spanischem Gesetzt werden alle herrenlosen Hunde eingefangen und unabhängig vom Gesundheitszustand, Alter oder Rasse nach einer „Aufbewahrungsfrist“ von drei Wochen eingeschläfert – sofern sie kein neues Zuhause gefunden haben. Wir möchten die Menschen vor Ort sensibilisieren und setzen uns für eine Kastrationspflicht und eine bessere Unterbringung der Tiere ein. Bei jedem unserer Aufenthalte kaufen wir einige Hunde frei, um sie vor der Einschläferung zu bewahren. Ein, ohne Frage, Tropfen auf den heißen Stein, aber für die derzeit dort sitzenden Hunde die einzige Chance. Auch dafür werden Gelder benötigt. Die Tiere werden dann in Pflegestellen auf der Insel aufgepäppelt und im Idealfall auch auf der Insel vermittelt.

Ich hoffe Ihnen einen kleinen Überblick verschafft haben zu können. Gerne möchte ich Sie auch zu einem Besuch auf unserer Homepage und Facebookseite einladen!

Vorstellung weiterer Tierschutzvereine finden Sie in unserem zoolove-Archiv.

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