Züchter, Tierheim oder aus privater Hand?

berger hollandais assis de profilWenn die Entscheidung für einen Hund einmal gefallen ist, dann stellt sich schon die nächste schwierige Frage: holen Sie sich einen Vierbeiner aus dem Tierheim, vom Züchter oder suchen Sie von Privat nach einem geeigneten Welpen?

Egal woher Sie Ihren Vierbeiner beziehen – holen Sie genügend Hintergrundinformationen ein und schauen Sie sich möglichst die Elterntiere und den Verkäufer des Tieres genau an! Fragen Sie vor allem nach Erkrankungen der Elterntiere und lassen Sie sich den EU-Heimtierausweis des Welpen inklusive der eingetragenen Impfungen zeigen.

Beim Züchter haben Sie die Möglichkeit, das Jungtier und die Eltern des neuen Familienmitglieds vorab auf Wunsch mehrmals zu besuchen. So kann sich der Welpe schon früh an Ihren Geruch gewöhnen. Ein seriöser Züchter, der beim nationalen Zuchtverband eingetragen ist, kann Ihnen alle relevanten Informationen zur Zucht mitteilen und steht Ihnen auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite. Die Hundeerziehung erfolgt unvorbelastet und der Welpe ist seelisch und körperlich gesund. Allerdings ist hier zu beachten, dass ein Welpe gerade in der ersten Wochen und Monaten im neuen Zuhause sehr viel Zeit beansprucht!

Tierheimhunden sagt man oft nach, Sie seien verhaltensauffällig und schwer zu erziehen. Das trifft aber nur auf die wenigsten Tiere zu. Aber selbst einen „Problemhund“ kann man durch gemeinsames Training und den Besuch einer Hundeschule zu einem guten Familienhund umerziehen. Vom Pflegepersonal im Tierheim können Sie die relevantesten Informationen über die Tiere einholen. Interessant ist beispielsweise die Vorgeschichte, das Alter, die Anzahl der Vorbesitzer und eventuelle Verhaltensauffälligkeiten. Ein Pluspunkt, der für einen Hund aus dem Tierheim spricht, ist die Möglichkeit mit dem Hund vorab spazieren zu gehen und ihn eventuell sogar für ein „Probe“ – Wochenende mit nach Hause zu nehmen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Hunde aus zu kaufen. Es gibt viele Hobby-Züchter, die ihre Welpen privat anbieten. Wenn Sie nicht vorhaben selbst zu züchten oder den Hund an Ausstellungen teilnehmen zu lassen, ist das eine echte Alternative. Genau wie beim Züchter haben Sie hier die Möglichkeit, die Elterntiere und die Welpen vorab zu besuchen und sich ein Bild zu machen. Aber Vorsicht:

Lassen Sie die Finger von dubiosen Züchtern aus dem osteuropäischen Ausland, die in keinem Zuchtverband eingetragen sind. Dahinter verbergen sich oftmals illegale Hundehändler, die über Internetanzeigen Ihre Welpen verkaufen möchten. Das Leid dieser Junghunde ist meist immens und kommen bereits krank bei den neuen Besitzern an. Möchte man solch einen Hund durch den Kauf retten, so unterstützt man im gleichen Moment den Tierhandel!

Eine weitere Möglichkeit:

Retten Sie ein Tier aus einem südeuropäischen Land und schenken Sie ihm ein neues Zuhause! Beachten Sie jedoch, dass Sie mit dem Verbeiner gegebenenfalls sehr intensiv am Verhalten arbeiten müssen, da viele Tiere auf der Straße aufgewachsen und somit nicht sozialisiert sind – Konsequenz und Geduld sind Voraussetzung! Einige der Hunde sind auch seelisch stark mitgenommen, da sie aus Tötungsstationen gerettet wurden und in ihrem Leben bisher nur negative Erfahrungen gemacht haben. Hier ist viel Einfühlungsvermögen und Zuwendung notwendig.
Haben Sie bereits Erfahrung in der Haltung von Hunden, dann sollte ein Hund aus der Tierrettung jedoch kein Problem sein.

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