Die Unarten der Katzen

Siberian cat (12 weeks) in front of a white backgroundKatzen sind sehr eigenwillige Wesen, ihr Denken unterscheidet sich grundsätzlich von dem menschlichen. Umso ratloser sind Katzenfreunde, wenn die geliebte Samtpfote plötzlich beißt, kratzt oder andere Unarten wie Unsauberkeit zeigt.

Woher kommen diese Unarten?

Katzen sind uns Menschen kaum ähnlich, ihr Denken ist weniger komplex. Begriffe wie Rache kennen sie nicht – und darum sind Unarten immer ein Hilfeschrei und weniger eine Trotzreaktion.

Unsauberkeit
Katzen sind von Natur aus saubere Tiere. Verrichten sie ihr Geschäft auf dem Teppich, im Hausflur oder gar auf dem Sofa, liegt etwas im Argen! Können organische Ursachen wie Blasenentzündungen oder Inkontinenz ausgeschlossen werden und ist die Katze kastriert, sollte das Umfeld genau überprüft werden: Hat die Katzentoilette die erforderlichen Maße? Wird es regelmäßig gereinigt und wird die verwendete Katzenstreu akzeptiert? Fühlt sich die Katze eventuell durch Veränderungen im persönlichem Umfeld bedroht und möchte ihr Revier markieren?

Was Sie niemals tun sollten
Bitte drücken Sie Ihre Katze nie mit der Nase in die Hinterlassenschaften! Dieses angebliche „Zaubermittel“ erzeugt noch größeren Stress, stört das Vertrauensverhältnis zum Menschen und verschlimmert das Problem!

Was tun gegen Kratzen?
Steht ein ausreichend großer Kratzbaum für Katzen zur Verfügung, dient Kratzen an Einrichtungsgegenständen meistens weniger dem Krallenschärfen, sondern eher dem Markieren des eigenen Reviers. Für Katzen ist ein Bett kein wertvolles Mobiliat, sondern eine hölzerne Aussichtsplattform – das gleiche gilt für Tisch und Stuhl. Bringen Sie Ihrer Katze bei, dass sie an diesen Gegenständen nicht kratzen darf. Oft hilft schon ein scharfes „Nein!“ oder ein Klatschen in die eigenen Hände.

Aggressivität
Aggressive Katzen können sich sowohl gegen andere Katzen, als auch gegen den Menschen richten. Auch hier ist Ursachenforschung der erste Schritt! Wenden Sie sich in diesem Fall an einen Tierarzt oder Tierverhaltenstherapeuten, der Sie und Ihre Katze genau beobachten und unterstützen kann.

Kleinere Probleme
Jede Katze durchlebt einmal eine schwierige Zeit: Veränderungen im familiären Umfeld, Umzug oder neue Mitkatzen können Samtpfoten verunsichern. Hier helfen vorbeugend oder zur Therapie Notfall-Bachblüten oder Mittel mit Gesichtspheromonen der Katze. Scheuen Sie auch nicht im Ernstfall einen Tierarzt oder Katzen-Verhaltenstherapeuten zu konsultieren! Das Geld für eine gute Beratung ist meistens gut angelegt und erspart Ihnen und Ihrer Katze viel Stress.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.