Wozu ein Zimmerkäfig für Hunde?

94857_petcage_dayaning0_2Gerade für Welpen und deren Erziehung und Eingewöhnung ist ein Zimmerkäfig äußerst hilfreich und beim richtigen Einsatz keinesfalls Tierquälerei. Durch etwas Übung wird der Käfig zum Schlaf- und Rückzugsort, der Ihrem Liebling Sicherheit und Geborgenheit bietet.

Der sichere Rückzugsort

Der Welpe braucht einen Rückzugdass er unbemerkt aufsteht, sein Geschäft in der Wohnung erledigt oder Gegenstände anknabbert. Dabei besteht die Gefahr, dass er Dinge anfrisst, die für Ihren Welpen im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein können. Auch bei Situationen, die Ihren Liebling erschrecken könnten, oder wobei er sich verletzten könnte wie z.B. Staubsaugen, Umzug etc. kann er zu seinem eigenen Schutz in den Käfig verbracht werden.

Für die sichere Unterbringung des Welpen zu seinem Schutz und zum Schutz Ihrer Wohnung bewährt sich ein Zimmerkäfig. Durch richtige Gewöhnung wird der Kennel zum geliebten und sicheren Rückzugsort.

Das Alleinbleiben

Hunde sind Rudeltiere. Deshalb müssen Welpen erst an das Alleinsein gewöhnt werden, denn Alleinsein löst Todesangst aus. Für das Training bewährt sich wiederum der Zimmerkäfig.

Das Training mit dem Zimmerkäfig

Zu Beginn der Gewöhnung sollten Sie Ihren Welpen nicht gleich allein lassen und auch nicht im Käfig einsperren, da dies ohne Training Panik hervorrufen kann. Ihr Welpe soll aber von Anfang an nur Positives mit dem Käfig verbinden. Dafür ist ein Training erforderlich, Schritt für Schritt:

  1. Locken Sie Ihren Welpen durch tolle Leckerli und Spielzeuge in den Käfig. Schnell wird er lernen, dass er die Belohnung nur beim Aufenthalt im Käfig bekommt und begeistert in den Käfig klettern.
  2. Fühlt sich Ihr Welpe dann so richtig wohl im (noch geöffneten) Käfig, können Sie die Käfigtür kurz schließen. Bleiben Sie aber immer in Sicht- und Hörweite des Hundes.
  3. Erst wenn Ihr Welpe sich auch durch die geschlossene Tür nicht stören lässt, gehen Sie kurz aus dem Raum.
  4. Bleiben Sie nur einen Moment draußen und kehren Sie zurück, bevor Ihr Hund unruhig wird und vielleicht sogar zu winseln beginnt. Gehen Sie wieder hinein, ohne den Welpen groß zu beachten.
  5. Nach ein paar Minuten öffnen Sie die Käfigtür ohne großes Aufsehen. Ihr Hund wird schnell verstehen, dass es nicht schlimm ist, wenn die Tür geschlossen ist, und Sie sich entfernen, da er ja sicher in seiner Höhle liegt.

Sollte Ihr Welpe unruhig werden, wenn Sie die Käfigtür schließen, müssen Sie ihn noch ein paar Tage über Futter und Lob an den Käfig gewöhnen, bevor Sie weiter üben können. In den nächsten Wochen sollten Sie den Welpen immer wieder dafür loben und belohnen, dass er sich auf seinen Platz zurückzieht. Üben Sie dann täglich mit ihm, einige Zeit im geschlossenen Käfig zu verbringen.

Gestalten Sie den Zimmerkäfig so angenehm wie möglich

Gestalten Sie den Käfig so angenehm wie möglich, mit Kuscheldecke und Bettchen und dem Lieblingssnack oder –spielzeug, den er nur bekommt, wenn er sich im Käfig befindet. Bewährt haben sich auch Beschäftigungsspielzeuge, die Ihren Hund lange beschäftigen und ablenken. Dadurch verbindet Ihr Hund nur Positives mit seiner „Höhle“ und fühlt sich dort immer sicher und geborgen, so dass Ängsten entgegengewirkt wird.

Tagsüber kann der Käfig offen in dem Raum stehen. In der Regel sollte die Tür auch offen bleiben, nur wenn es die Situation erfordert, sollte die Tür geschlossen werden. Der Welpe kann sich in seine sichere Höhle zurückziehen. Bei einer richtigen Gewöhnung lieben Hunde Ihren Käfig und bevorzugen ihn als Schlafplatz.

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