Unfall, Krankheit oder schlicht überfordert? Hier finden Heimtierhalter Hilfe

Immer mehr Menschen leben im Alter allein und wünschen sich häufig nichts sehnlicher als ein Heimtier, das ihnen Gesellschaft leistet und dem sie all ihre Liebe und Zuneigung schenken können. Aber was tun, wenn Frauchen oder Herrchen plötzlich ins Krankenhaus müssen oder mit der täglichen Pflege einfach überfordert sind? Helfen können dann Organisationen, die sich genau auf solche Fälle spezialisiert haben.

Bundesweit bietet beispielsweise der Notfall-Benachrichtigungsservice HAUSTIER112 alleinstehenden Senioren die Möglichkeit, für ihr Tier vorzusorgen, sollte ihnen plötzlich etwas zustoßen. Und so funktioniert es: Wer sich anmeldet, benennt Vertrauenspersonen, die sich im Fall der Fälle um das Tier kümmern können. Alle wichtigen Details, die dessen Versorgung betreffen, werden registriert. Zudem erhält der Tierhalter einen Schlüsselanhänger mit einer Notfall-Telefonnummer, die bei einem Unfall oder einem anderen Unglück von Helfern oder Rettern rund um die Uhr angerufen werden kann.

HAUSTIER112 informiert daraufhin die Vertrauenspersonen des Verunglückten. Sollten diese nicht erreichbar sein, sorgt das Team von HAUSTIER112 dafür, dass sich kompetente Personen um die Tiere kümmern, bis der Besitzer wieder selbst dazu in der Lage ist.

Ein Beispiel auf regionaler Ebene ist das Netzwerk „Senioren und Tiere“ des Tierschutzvereins Stadttiere Düsseldorf e.V., deren Mitglieder auf ehrenamtlicher Basis arbeiten. „Viele ältere Menschen trauen sich nicht, einen Hund oder eine Katze zu halten, weil sie befürchten, sich im Krankheitsfall nicht um das Tier kümmern zu können“, so die Vorsitzende des Vereins Stadttiere Düsseldorf, Monika Piasetzky. In Düsseldorf ist diese Sorge unbegründet, denn die Mitglieder des Netzwerkes sorgen mit Rat und Tat dafür, dass die Tiere von Senioren gut versorgt sind, wenn das tägliche Gassi gehen, der Futterkauf oder der Besuch beim Tierarzt zu beschwerlich werden. Damit ältere Menschen ihr geliebtes Tier behalten können, leistet das Netzwerk notfalls auch finanzielle Unterstützung, beispielsweise wenn die knappe Rente für den Tierarzt nicht ausreicht. „Auf diese Weise ist Mensch und Tier geholfen“, so Piasetzky. „Und die positiven Rückmeldungen der älteren Damen und Herren sind für uns Ansporn und Bestätigung zugleich.“ IVH

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