Ein Aquarium kommt ins Haus

Diese Schritt- für- Schritt Anleitung soll Ihnen bei der optimalen Einrichtung Ihres neues Aquariums behilflich sein.colorful tropical discus fish

1. Vorbereitung

Sie sollten sich schon vor der Einrichtung des Aquariums Gedanken darüber machen, welche Fischarten und Pflanzen Sie halten möchten. Die Bepflanzung und Einrichtung kann so an die jeweiligen Bedürfnisse der Fischarten angepasst werden. So fühlen sie sich die kleinen Bewohner wohler.

2. Einkauf

Bei der Auswahl der Einrichtung und Dekoration können Sie grundsätzlich wählen, was Ihnen gefällt. Es gibt aber trotzdem auch praktische Überlegungen, die Sie beim Kauf der Aquarium Einrichtung und des Aquariums bedenken sollten. Die Einrichtungsgegenstände erfüllen beispielsweise viele nützliche Aufgaben im Aquarium. Steine, Wurzeln und Höhlen dienen den Fischen als Verstecke und reduzieren den Stress. Wasserpflanzen teilen das Aquarium in verschiedene Bereiche ein. Diese Struktur ist vor allem für revierbildende Aquariumfische wichtig.

3. Becken aufstellen

Wichtig ist vor allem eine ebene, gerade Unterlage. Am besten geeignet ist natürlich ein spezielles Aquarienschrank. Zwischen Bodenscheibe und Aquarienschrank sollte immer eine Schaumstoffunterlage gelegt werden, um spätere Schäden zu vermeiden. Außerdem sollte das Aquarium keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein, da direktes Sonnenlicht das Algenwachstum fördern kann und außerdem im Sommer die Gefahr einer beträchtlichen Aufheizung besteht. Bedenken Sie außerdem unbedingt die Tragkraft Ihres Fußbodens und fragen Sie gegebenenfalls einen Statiker oder den Vermieter, wie viel Gewicht Ihr Boden ohne Probleme tragen kann.

4. Aquarium einrichten

Überlegen Sie sich im Voraus an welchen Stellen im Aquarium Sie Pflanzen setzen. An diesen Stellen sollten Sie einen Nähr-Bodengrund anbringen. Es handelt sich hierbei um eine nährstoffreiche Mischung, die man unter dem Kies einbringt. Darüber und an alle restlichen Stellen kommt Kies oder Sand ins Aquarium. Waschen Sie den Kies gründlich aus, bevor Sie ihn ins Aquarium einbringen. Kleinster Staub und Sand werden so entfernt und das Wasser, dass später eingefüllt wird, wird schneller wieder klar. Außerdem entfernt man eventuelle leicht lösliche Schadstoffe und Verschmutzungen.

Nun werden die Pflanzen vorbereitet. Während dieses Vorganges sollten die Pflanzen immer schön feucht gehalten werden, am besten mit einer Sprühflasche mit Leitungswasser. Alle Wasserpflanzen sollten vor dem Einpflanzen aus den Töpfen genommen und unter laufendem, lauwarmen Leitungswasser gewaschen werden. Die Wasserpflanzen werden nun beschnitten. Faulige Wurzeln müssen ganz weg und auch die gesunden Wurzeln können ruhig etwas zurechtgestutzt werden. Von den Blättern und Trieben sollen ebenfalls nur gesunde Teile eingepflanzt werden.

Um zu vermeiden, dass der Wurzelstock fault, dürfen die Pflanzen nicht zu tief in den Kies gepflanzt werden.

5. Technik installieren

Innenfilter werden einfach in eine Ecke des Beckens gehängt. Achten Sie darauf, dass der Ausstrom nicht gegen die Scheibe gerichtet ist, da gerade neue Innenfilter oft sehr kräftig sind und es auf diese Weise schnell dazu kommen kann, dass Wasser überschwappt.

Außenfilter werden, wie der Name schon sagt, außerhalb des Beckens abgebracht. Der eigentliche Filter verschwindet z.B. im Aquarienschrank. Im Aquarium selbst befinden sich nur Zu- und Ablauf an möglichst weit auseinander liegenden, versteckten Stellen.

Nachdem Sie den Filter mit Filtermaterialien bestückt und Zu- und Ablauf im Becken platziert haben kommen wir zum nächsten Einrichtungsgegenstand, der Heizung. Abgesehen davon, dass es auch Außenfilter mit integrierter Heizung gibt, welche sich steigender Beliebtheit erfreuen, sind die althergebrachten Heizstäbe hervorragend geeignet, um dem Aquarium auf die richtige Temperatur zu helfen.

Für Aquarien, welche reichlich bepflanzt werden, empfiehlt sich der Einsatz einer CO2-Anlage. Das Gas wird meist mit Hilfe von Ausströmersteinen oder -Hölzern ins Becken eingebracht. Dabei gilt: je kleiner die aufsteigenden Blasen, desto mehr Gas löst sich im Wasser.

6. Wasser einfüllen

Nachdem die kleineren Dekoartikel und die Pflanzen eingebracht sind können Sie das Becken vollends mit Wasser füllen. Wenn das Aquarium gefüllt ist macht sich oft eine Trübung bemerkbar. Keine Sorge – diese Trübung kommt von aufgewirbelten Schwebeteilchen und verschwindet von alleine nach einiger Zeit. Je nachdem, wie fein der Kies oder der Sand sind, kann das schneller oder weniger schnell gehen.

7. Aquarium einfahren

Schalten Sie jetzt Heizung, Filter und Licht ein. Bei einer Gesamtbeleuchtungszeit von 12 Stunden, wie sie in den Tropen üblich ist, sollten Sie eine Mittagspause von ca. 3 Stunden einplanen. Das verringert das Algenwachstum. Also beispielsweise 5 Stunden am Vormittag, dann 3 Stunden Pause und 7 Stunden danach. Um das genau zu regeln empfiehlt sich eine Zeitschaltuhr an die Beleuchtung anzuschließen.

8. Fische einsetzen

Nachdem das Aquarium fertig eingerichtet ist und alle technischen Geräte ihren Dienst tun, beginnt die sogenannte Einlaufzeit. Diese ist unbedingt notwendig, damit sich im neuen Aquarium die für ein funktionierendes biologisches Gleichgewicht nötigen Bakterien ansiedeln können. Die wichtigsten Wasserwerte sollten anfangs mit einem Wassertest beobachtet werden. In der ersten Zeit steigt der Nitrit-Wert an. Wenn dieser Wert seinen Höchststand, den sogenannten Nitrit-Peak, weit hinter sich gelassen hat und auf ein fischverträgliches Maß gefallen ist, können Sie die ersten Bewohner einsetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.