Zahnfehlstellung bei Nagern

Wie der Name schon sagt, ist die Hauptbeschäftigung von Nagetieren „nagen“.

Aber warum ist das so?

Die Zähne von Nagern wachsen zeitlebens. Daher ist es enorm wichtig, dass die Zähne richtig positioniert sind und beim Kauvorgang direkt aufeinandertreffen. Eine Zahnfehlstellung führt oftmals zur Überlänge der Zähne, da sie nicht genug Abrieb bekommen. Zahnfehlstellungen sind meist genetisch bedingt oder resultieren aus einer falschen Ernährung und können sehr schmerzhaft sein. Im schlimmsten Falle stellen die Nager die Nahrungsaufnahme komplett ein.

Daher ist auf die richtige Zahnpflege bei Nagern zu achten. Diese beginnt schon bei der Ernährung:

Viele Kleintierhalter sind davon überzeugt, dass die Fütterung von hartem Nagerfutter ausreichend ist, um die Zähne der Nager auf konstanter Länge zu halten. Jedoch ist nicht die Reibung der Zähne auf den Futterbestandteilen, sondern die Reibung der Zähne aufeinander entscheidend. Daher sollte dem Nager vor allem Heu, Gemüse, frische Zweige und Grünfutter angeboten werden. Im Gegensatz zu Körnerfutter müssen Kleintiere viel größere Mengen an Heu zu sich nehmen, um ihren Energiebedarf zu decken. Dadurch werden die Zähne besser abgenutzt und die Gefahr von Zahnfehlstellungen wird minimiert

Therapie bei Zahnfehlstellungen

Je nach Wachstum der Zähne sollte man in regelmäßigen Abständen von 2 – 8 Wochen eine Korrektur der Zahnfehlstellung erfolgen. Dabei werden die Schneidezähne abgeschliffen oder mit einer Zange korrigiert – bei kooperativen Nagern funktioniert das auch ohne Narkose.

Wenn auch die Backenzähne betroffen sind, muss das Tier kurzzeitig narkotisiert werden. Mit Hilfe einer Korrekturzange werden Überstände abgezwickt und die Zähne an der Oberfläche geglättet.

Anzeichen für Zahnfehlstellungen

Folgende Symptome weisen auf eine mögliche Zahnfehlstellung hin

– Nahrungsverweigerung

– Gewichtsverlust

– Sabbern (nasse Stellen am Kinn)

Falls Sie eines der Symptome bei Ihrem Nager feststellen, suchen Sie möglicht bald einen Tierarzt auf. Dieser wird das Tier untersuchen und mit Ihnen über die Behandlungsmöglichkeiten sprechen.

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