Der Frühling kommt – und mit ihm die Zecken

Steigen die Temperaturen dauerhaft auf über 7 Grad Celsius an, so kommen sie aus ihren Verstecken: Die ungeliebten Zecken verstecken sich in Sträuchern und auf Grashalmen und haben großen Appetit nach der langen Winterperiode! Streift ein Hund oder eine Katze das Versteck des Parasiten, so erkennt dieser das Tier an seinen Ausdünstungen und haftet sich an das Fell. Er sucht sich eine warme Hautstelle mit möglichst dünner Haut und sticht zu.

Ein Zeckenbiss kann für Hund und Katze gefährlich werden: Unverdauliche Blutbestandteile geben die Schmarotzer zurück in den Blutkreislauf des Tieres, dabei können Infektionskrankheiten wie Borreliose und FSME übertragen werden, die im schlimmsten Falle zum Tode führen. Aber auch bei einer einfachen Entzündung aufgrund eines Zeckenbisses ist der Besuch eines Tierarztes zu empfehlen!

Hinweise auf Entzündungen nach Zeckenbissen sind:

Schwellung, Schmerzen, Abgeschlagenheit, Nahrungsverweigerung, Hitzewallungen

Tipp: Kontrollieren Sie grundsätzlich nach jedem Spaziergang oder Auslauf des Tieres das Fell auf Zeckenbisse. Das Wirtstier verspürt zunächst keine Schmerzen, da das abgesonderte Sekret des Parasiten die Einstichstelle leicht betäubt.

Am Besten ist: Vorbeugen!

Es gibt viele Arten von Ungezieferschutz:

– „Spot-On“-Präparate: Mittel, die dem Tier an einer oder mehreren Stellen auf die Haut aufgetragen werden und sie somit für Zecken unattraktiv machen

– Zecken-Schutz als Spray

Die Wirksamkeit der Präparate beträgt ca. drei bis vier Wochen, danach müssen sie erneut aufgetragen werden.  Alternativ gibt es:

Halsbänder für Hunde: sie halten die Zecken fern und sind vier bis fünf Monate wirksam

Die Kosten für Ungezieferschutz

Je nach Präparat oder Halsband variieren die Preise zwischen 5 und 25 Euro. Beachten Sie auch immer die Gebrauchsanweisung: was für den Hund geeignet ist, muss nicht auch für die Katze gelten!

Gibt es auch “natürliche” Alternativen?

Sie möchten gerne auf chemischen Zeckenschutz verzichten? Viele Tierbesitzer schwören auf

– ätherische Öle: zum Auftragen auf das Fell

– Knoblauch: Mischen Sie es unter das Futter, aber achten Sie auf die richtige Menge!

 

An dieser Stelle soll gesagt sein, dass die Wirkung der natürlichen Zeckenschutzmittel jedoch sehr umstritten ist.

Was tun bei einem Zeckenbiss?

Leisten Sie erste Hilfe:

– Entfernen Sie den Blutsauger vorsichtig aus der Haut des Tieres. Verwenden Sie dazu eine Zeckenzange oder einen Zeckenhaken. Greifen Sie die Zecke nah an der Haut!

– Achten Sie darauf, dass Sie das Ungeziefer samt Kopf herausziehen

-Töten Sie den Parasiten durch Zerdrücken in einem Stück Papier oder ertränken Sie ihn in einem Glas Alkohol

– Beruhigen Sie die wunde Hautstelle Ihres Vierbeiners mit einem Bad aus Kamillenextrakten

– Suchen Sie baldmöglichst einen Tierarzt auf, insofern Sie die Zecke nicht komplett entfernen konnten. Dieser wird Ihrem Tier ein Antibiotikum verschreiben.

Was Sie nicht tun sollten:

– Benetzen Sie die Zecke niemals mit Öl oder Klebstoff, wie es früher oftmals empfohlen wurde. Dies führt zwar zum Ersticken des Parasiten, dabei gibt er aber viel Flüssigkeit an Ihren Vierbeiner ab. Gefährliche Krankheitserreger können so in den Körper gelangen.

– Vermeiden Sie vor dem Entfernen der Zecken einen Körperkontakt zu Ihrem Liebling. Die Parasiten wechseln gerne ihren Wirt und so können schnell Sie selbst davon betroffen sein!
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