Freigehege gestalten: wenn die ersten Maiglöckchen sprießen und die Vögel zwitschern…

Am 21. März ist offizieller Frühlingsbeginn – zooplus hat die wichtigsten Tipps für eine artgerechte Nagerhaltung im Freien!

Verliebte Pärchen flanieren durch den Park, ein süßer Duft liegt in der Luft und die Winterdepression ist wie weggeblasen. Jedes Jahr tritt dieses Phänomen erneut auf: Die „Frühlingsgefühle“ versetzen alle Lebewesen in einen körperlichen und seelischen Ausnahmezustand. Nach den langen Monaten der klirrenden Kälte, der frühen Dämmerung  und des Hoffens auf einen Temperaturanstieg haben wir es nun beinahe geschafft!

Für die Nager bedeutet das: ab ins Grüne! Damit der Ausflug ein voller Erfolg wird, sollte der Halter bei Freigehegen, Ställen und Co. jedoch einige Dinge beachten und das Freigehege artgerecht gestalten.

Grundsätzliche Hinweise:

– Zur Größe des Freigeheges oder Käfigs: Prinzipiell gilt hier – zu groß gibt´s nicht! Je nachdem wie viele Tiere Sie halten, sorgen Sie daher bitte für genügend Auslauf.

– Zur Lasur: Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Stalles oder Freigeheges für Nager über die Lasur, mit der das Holz behandelt wurde. Es muss in jedem Falle für Tiere ungiftig sein.

– Zum Schutz vor Raubtieren: Achten Sie darauf, dass der Zaun gut im Boden verankert bzw. der Käfig oder das Gehege stabil und robust ist. Darüber hinaus ist eine wasserfeste Abdeckung von Vorteil, vor allem wenn die Nager unbeaufsichtigt sind.

Wie kann ich Freigehege und Ställe artgerecht gestalten?

Ein kahler Stall oder ein einfaches Freigehege ist auf Dauer auch für den Nager langweilig. Deshalb beginnen die Kleintiere nicht selten, das Holz ihrer Behausung an sämtlichen Stellen abzunagen. Fordern Sie Ihren kleinen Freund – bauen Sie ihm doch beispielweise einen Fun-Parcour und gestalten Sie damit das Freigehege Ihres Vierbeiners selbst. Mögliche Bestandteile sind:

– Tunnel, Höhlen oder Pappschachteln: Schneiden Sie verschieden große Öffnungen hinein – das Kriechen durch die Röhren entspricht dem natürlichen Verhalten der Tiere in der freien Wildbahn. Zudem ist solch ein Versteck ein idealer Schattenplatz für Nager.

– Bieten Sie dem Nager eine Holzkiste an, die Sie mit Sand oder Erde befüllen und vergraben Sie darunter ein paar kleine Leckerchen. Buddeln gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kleintieren wie Kaninchen.

– Integrieren Sie ein Nest in Form eines Grashauses in die vier Wände des Nagers. Dies ist ein idealer Rückzugsort und eine geeignete Versteckmöglichkeit für Kleintiere.

– Heu sollte normalerweise das Hauptnahrungsbestandteil bei Nagern sein. Bringen Sie daher eine Heuraufe in den Stall oder das Gehege an. So kann sich Ihr Haustier jederzeit selbst bedienen.

– Niemals fehlen darf frisches Wasser. Ob Nagertränke, Wasserautomat oder Napf – achten Sie darauf, dass Ihr Tier genug zu trinken erhält.

Pflegetipps für Holzställe:

Möchten Sie für Ihren Nager ein Freigehege oder einen Stall kaufen bzw. bauen oder besitzen Sie bereits einen, so achten Sie bitte darauf, dass Sie die besonderen Pflegehinweise einhalten:

– Tragen Sie in jedem Frühjahr eine für Tiere ungiftige und im Besten Falle wasserabweisende Lasur auf. Somit erhält das Holz einen guten Schutz vor Feuchtigkeit.

– Wenn Sie den Stall oder das Gehege besonders pflegen möchten, dann schleifen Sie das Holz zuvor mit einem geeignetem Schleifpapier ab. Entfernen Sie den Schleifstaub vor dem Anbringen der Lasur. Lassen Sie das Pflegemittel über Nacht eintrocknen und wiederholen Sie die Prozedur am nächsten Tag.

– Das Auftragen der Lasur erfolgt immer in Holzfaserrichtung.

– Polieren Sie das Holz mit einer weichen Bürste, sobald es vollständig abgetrocknet ist.

Viel Spaß beim Gestalten des Freigeheges Ihres Nagers!

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