Behandlung bei Katzen-Diabetes

Auf Besitzer diabeteskranker Katzen kommt eine Menge zu: Regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels, eine angepassete Ernährung und eventuell auch ein tägliches Spritzen von Insulin. Unser Tierarzt-Team beantwortet eine Kundenfrage zur Verabreichung von Caninsulin bei der Katze:

Die Frage

„Hallo, bei meinem Kater wurde vor ca. 2 Wochen mittels eines Bluttestes Diabetes festgestellt. Nun behendeln wir mit Caninsulin. Zunächst wurden 1,5 Einheiten 1x morgens und 1x abends gespritzt. Da die Blutzuckerwerte nur noch bei 40 mg/dl waren, wurde die Behandlung auf 1 Einheit 2x täglich herab gesetzt. Mein Tierarzt meinte, daß ich morgens nicht füttern soll, sondern zuerst spritzen. 2 Stunden später dann erst füttern, daß wäre besser für den Blutzuckerspiegel. Die Messung sollte dann 6 Stunden nach Spritzengabe und somit 4 Stunden nach Fütterung erfolgen. Ich bin etwaws irritiert. Zum einen bin ich berufstätig, d.h ich kann meine Katze nur 2x täglich füttern, nämlich morgens und abends. Ebenfalls habe ich auf der Katzendiabetes Seite gelesen, daß man immer zuerst füttern soll, da bei einer evt Futterverweigerung der Blutzuckerspiegel sonst entgleisen würde. Ebenfalls ist dort geschrieben, daß sie ihre Tiere morgens füttern, danach spritzen und 4-5 Std. später der Nadir gemessen wird. Wie sind ihre Empfehlungen? Wie gesagt ich bin beruftstätig und suche für uns beide eine optimale Lösung. Viele Grüße“

Die Antwort

„Sehr geehrte Katzenbesitzer,

wurde neben dem Blutzuckerwert auch der Fructosaminwert gemessen? Durch diesen Parameter kann man auf eine länger bestehende, dauerhafte Erhöhung der Blutglukose schließen. Sind beide Werte stark erhöht, und zeigt Ihr Kater auch deutliche Anzeichen eines Diabetes mellitus (vermehrter Durst, vermehrter Harnabsatz, evt. Mattheit, Gewichtsabnahme, etc.), dann ist die Verabreichung von Insulin anzuraten.
Bei übergewichtigen Tieren, wie es bei Sammy offensichtlich der Fall ist, sollte durch eine faserreiche Diät (z.B. Hill‘ w/d) eine kontrollierte Gewichtsreduktion angestrebt werden. Die Insulinmenge muss eventuell während der Gewichtsreduktion angepasst werden. Es sollte also eine engmaschige Überwachung der Werte durchgeführt werden.
Für gewöhnlich sollte zweimal im Abstand von 12 Stunden gespritzt werden. Futter sollte nach Möglichkeit sofort zum Zeitpunkt der Injektion gegeben werden. Patienten , welche nur eine Injektion erhalten, sollten mit mehreren kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt gefüttert werden, weil dadurch der futterbedingte Blutzucker nicht zu großen Schwankungen unterliegt. Sie können vor jeder Insulingabe mit einem Glukometer (wie bei Menschen) den Blutzuckerspiegel messen. Lassen Sie sich diesbezüglich nochmal ausführlich von Ihrer behandelnden Tierärztin beraten.

Alles Gute!“

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