Einstreu ist nicht gleich Einstreu: Der richtige Untergrund für Kleintiere

Kleintiere erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil sie pflegeleicht in ihren eigenen vier Wänden in der Wohnung gehalten werden können. Damit sie sich in ihrem Zuhause wohlfühlen, brauchen sie nicht nur Pflege und Aufmerksamkeit. Auch die richtige Einstreu ist ein wichtiger Faktor.

Für alle Kleintierarten gilt: Es sollte ausschließlich unparfümierte Einstreu verwendet werden. Katzenstreu ist grundsätzlich nicht geeignet. Darüber hinaus haben unterschiedliche Kleintierarten durchaus unterschiedliche Bedürfnisse.

Meerschweinchen: Für die Gehege der Nager eignen sich vor allem handelsübliche Kleintierstreu aus Holzspan sowie Hanfstreu oder Leineinstreu. Eine ausreichende Füllhöhe von circa fünf Zentimetern ist besonders in den bevorzugten „Toilettenecken“ wichtig. „Über die Einstreu kann man eine dicke Lage Stroh oder an Lieblingsecken auch gern Heu geben“, empfiehlt Christine Wilde, Autorin und Betreiberin der Internetseite www.nager-info.de. „Das Stroh leitet die anfallenden Ausscheidungen nach unten, sodass die Oberfläche sauber und trocken bleibt.“ Die Ecken, in denen häufig uriniert wird, sollten dennoch jeden zweiten Tag gereinigt werden, das gesamte Gehege einmal wöchentlich.

Kaninchen: Die Langohren stellen grundsätzlich dieselben Ansprüche an Einstreu wie Meerschweinchen. Fünf Zentimeter Füllhöhe im ganzen Heim sind jedoch nur in Schutzhütten bei Außenhaltung sowie in kleineren Gehegen nötig. „Bei stubenreinen Kaninchen reicht es, in den Toiletten einzustreuen“, so Wilde. „Der Rest des Geheges kann zum Beispiel mit waschbaren Flickenteppichen ausgelegt werden.“ Die Reinigung der Toiletten sollte täglich, die Gesamtreinigung einmal in der Woche erfolgen.

Degus: Für die quirligen Tiere aus Südamerika eignen sich zum Beispiel Einstreu aus Mais, Hanf sowie Kleintierstreu aus Holzspan. Wichtig: Die Streu sollte möglichst staubfrei sein. In ihrer Heimat leben Degus in unterirdischen Erdbauten, weshalb sie gern ausgiebig graben. Die Einstreuhöhe sollte deshalb zehn Zentimeter nicht unterschreiten. „Optimal ist eine 30-40 Zentimeter hohe Schicht Einstreu vermischt mit Heu und Stroh“, weiß Wilde. „Letztere werden gern zum Nestbau verwendet und sorgen dafür, dass gegrabene Gänge abgestützt werden und nicht gleich wieder einfallen.“ Eine „Badewanne“ mit möglichst feinem Sand für die Fellpflege sollte ebenfalls in keinem Deguheim fehlen. Einmal in der Woche sollten die Streu komplett ausgewechselt und das Gehege gereinigt werden.

Mäuse: Bezüglich der Ansprüche an ihre Einstreu ist Maus nicht gleich Maus. Rennmäuse beispielsweise haben dieselben Bedürfnisse wie Degus. Das Rennmausheim sollte nur etwa einmal im Monat gereinigt werden. Falls bestimmte Ecken für den Urinabsatz gewählt werden, ist hier auch eine wöchentliche Reinigung möglich.

Auch Farbmäuse können auf Kleintier-, Pflanzen-, Mais-, Hanf- oder Leineinstreu gehalten werden. Im Gegensatz zu Rennmäusen reicht ihnen jedoch eine Einstreuhöhe von drei bis vier Zentimetern. Eine beliebte Alternative sind unbedruckte Papierschnipsel, die die Farbmäuse gern noch weiter zerkleinern. Das Heim der Nager sollte mindestens einmal in der Woche komplett gereinigt werden.

Halter von Meerschweinchen, Kaninchen und Co., die Hilfe bei der Auswahl der richtigen Einstreu für ihre Lieblinge brauchen, finden im Zoofachhandel einen kompetenten Ansprechpartner.

Quelle: Industrieverband für Heimtierbedarf

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