Allergie beim Tier Teil 2: Pferde

Pferdehusten kann viele Ursachen sein. Häufiger, als Pferdefreunde denken, steckt hier eine handfeste Allergie dahinter – zum Beispiel gegen Schimmelsporen.

Schimmel im Stall? Tatsächlich: Selbst hochwertiges Heu staubt und enthält wenige Schimmelpilze, die sich während des Trocknungsvorgangs in den Ballen festsetzen. Bei einer Allergie des Pferdes setzt man darum zuerst auf eine möglichst staubfreie Umgebung und versucht, die Belastung durch Einstreu statt Stroh in der Box und die Fütterung von eingeweichtem Heu oder Heucobs zu minimieren. Oft reichen diese Maßnahmen schon, damit es dem Pferd wieder besser geht – zeigt sich aber keine Wirkung, ist doch ein Allergietest nötig. Ist das Pferd nicht auf Heustaub, sondern ausschließlich oder auch auf Pollen, die im Frühjahr und Sommer fliegen, allergisch, wird die Behandlung schwieriger. Für ein Pferd mit Atemproblemen ist ein reiner Aufenthalt im Stall nie gut – zudem ist das Pferd ein Lauftier und damit auf Bewegung rund um die Uhr programmiert! Darum kommt es in dem Fall darauf an, das Immunsystem und die Lunge des Tieres soweit wie möglich zu stabilisieren, damit es ein einigermaßen normales Pferdeleben leben kann. In Absprache mit dem Tierarzt können auch Kräutermüslis zum Beispiel von Eggersmann helfen, damit das Pferd wieder frei durchatmen kann.

Doch keine Bange: Wenn das Pferd hustet, steckt in den wenigsten Fällen eine „richtige“ Pollenallergie, sondern oft eine Infektion oder eine Staub- oder Schimmelsporenallergie vor. In allen drei Fällen kann man leicht gegenlenken, entweder durch eine gezielte Medikamentation oder durch die Fütterung von Heucobs und die Verwendung von staubfreier Einstreu. Frische Luft ist auf jeden Fall ein Muss!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Tieren eine allergiefreie Zeit.

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