Tierliebe weiter auf Wachstumskurs: Interessante Zahlen rund um die Tierhaltung in Deutschland

In deutschen Haushalten leben über 23 Millionen Hunde, Katzen, Ziervögel und Kleintiere – erneut mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen viele Millionen Zierfische in Aquarien und Gartenteichen.

Katzen und Hunde führen die Beliebtheitsskala an

Die Liebe der Deutschen zu ihren Haustieren ist ungebrochen. Das gilt ganz besonders für die vierbeinigen Familienmitglieder. So lebten 2006 rund 200.000 Katzen mehr unter deutschen Dächern als im Vorjahr. Die Anzahl der Stubentiger legte damit um 2,6 Prozent auf insgesamt 7,8 Millionen zu. Damit lebt heute in mehr als jedem siebten deutschen Haushalt eine Katze.

Die Hundepopulation konnte mit 5,3 Millionen Tieren (in 13,3 Prozent der Haushalte) das hohe Niveau des Vorjahres halten. Auch Kleintiere erfreuten sich erneut zunehmender Beliebtheit: In mehr als 2,1 Millionen Haushalten leben insgesamt 6,3 Millionen Meerschweinchen, Kaninchen & Co. – immerhin 100.000 mehr als im Jahr zuvor.

Etwas anders sieht die Situation bei den Ziervögeln aus: Im vergangenen Jahr waren mit 3,8 Millionen etwas weniger Wellensittiche, Kanarien und Zebrafinken in deutschen Vogelbauern und Vogelvolieren als 2005 beheimatet. Nach wie vor im Trend liegen dagegen Aquarien und Gartenteiche. Mit nunmehr 1,95 Millionen stieg die Anzahl der Aquarien erneut an; heute stehen in mehr als 1,7 Millionen Haushalten Zierfisch-Aquarien – Tendenz weiterhin steigend.

Noch positiver war die Entwicklung bei den Gartenteichen: 2006 beherbergten 1,4 Millionen Gartenteiche Zierfische – innerhalb von einem Jahr sind damit fast 100.000 neue Gartenteiche hinzugekommen. Die Zahl der Terrarien blieb mit 420.000 unverändert.

Haustiere zunehmend in kleinen Haushalten

Wer hält eigentlich Haustiere? Auch diese Frage war Teil der vom Industrieverband Heimtierbedarf e.V. alljährlich durchgeführten Untersuchung. Die Altersentwicklung in der Gesellschaft wirkt sich auch auf die Heimtierhaltung aus: Zunehmend haben ältere Menschen ein Heimtier. In 2006 waren 30 Prozent der Tierhalter 60 Jahre und älter – 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 17 Prozent zählen zu den 50- bis 59-Jährigen und ein Viertel ist zwischen 40 und 49 Jahre alt. Lediglich 19 Prozent – im Vorjahr waren es noch 22 Prozent – gehören der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen an und nur 9 Prozent der Tierhalter sind 29 Jahre oder jünger.

Auch wenn ein Viertel aller Tierhalter alleine lebt: Heimtiere sind noch immer überwiegend Familienmitglieder. So sind auch 36 Prozent der Heimtiere Mitbewohner in einem 2-Personen Haushalt und sogar 40 Prozent leben in Haushalten mit drei und mehr Personen.

Infografik Tierhaltung in Deutschland (IVH)

(Quelle & Grafik: IVH)

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