Zur Kasse, bitte!

„Das Kassen- und Steueramt erinnert Hundehalter daran, dass zum 15. Januar die jährliche Hundesteuer fällig wird.“ In vielen Zeitungen und Gemeindeblättern kann man derzeit diese Nachricht finden. Je nach Bundesland und Stadt handelt es sich dabei um viel oder weniger Geld. Z.B. muss man in Dresden (Sachsen) für den ersten Hund 108 € bezahlen, in Sennfeld (Bayern) dagegen nur 25 €. Viele Kommunen setzen daneben für bestimmte Hunderassen (Stichwort „Kampfhunde“) einen stark erhöhten Steuersatz fest, was vom Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2000 für grundsätzlich zulässig erachtet wurde.

hunde.jpgFür das Halten eines Hundes müssen wir übrigens schon lange bezahlen. Die Hundesteuer wurde in Deutschland erstmals für Preußen um das Jahr 1810 als sogenannte Luxussteuer eingeführt: Der Staat war der Ansicht, dass jemand, der Tiere besitzt, die keine Nutztiere sind, daneben auch noch genug Geld haben muss, um dafür einen Sonderbeitrag zu zahlen. Schöne Logik 🙂

Übrigens: Mit der Hundesteuer wird nicht die Beseitigung des Hundekots finanziert (dafür sind die Hundebesitzer selbst verantwortlich), sondern sie dient vor allem ordnungspolitischen Zielen, um die Zahl der gehaltenen Hunde zu begrenzen. Außerdem werden die vielfältigen kommunalen Aufgaben durch die Hundesteuer mitfinanziert. Eine konkrete Gegenleistung erhält der Hundehalter für seine Steuerzahlung der Hundesteuer also nicht.

One Reply to “Zur Kasse, bitte!”

  1. Da muss ich Dir voll und ganz recht geben. Ich habe heute den Bescheid für unsere beiden Hunde bekommen. Der Betrag ist um 16% gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Wir müssen jetzt 348,00 EUR/jährl. bezahlen für beide. Alleine auch schon die Erhöhungen, je mehr Hunde um so teurer wird jeder, ist doch zum k…..
    Ich habe heute an die Stadt Bonn eine Beschwerde geschrieben, bin schon sehr auf die Reaktion gespannt.

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