Überlebensstrategien

Manchmal bekommt man ja durch Tiere ganz interessante Einblicke, welche einem sonst verschlossen bleiben. Nehmen wir zum Beispiel das Thema „Alterung der Gesellschaft“. Seit Jahren schon diskutieren Wissenschafter, Interlektuelle und sonstiges Medienpublikum mehr oder weniger sinnvoll über die Auswirkungen der immer älter werdenden Gesellschaft. Vom Rentenhorror über Alterseinsamkeit, etc. konnte man so alles mögliche hören (Heute steht gerade in der Zeit wieder ein grosser Artikel darüber). Interessant ist aber, wer aus der Alterung der Menschen profitieren kann. Gestern bekam ich die Antwort. Nicht die Pflegedienste und Altersheime, die Reisen für Senioren, Autos für Senioren, sondern unsere Haustiere. Beispiel: Seit Tagen sitzt vor unserem Tengelmann Markt eine Katze. Irgendwann machte mich das neugierig und ich fragte den Marktleiter, ob die jetzt auch zum Personal gehört oder ob das eine wilde Katze ist. „Nein“ antwortete er leicht grinsend, „die hat schon ein Frauchen. Wenn diese morgens zur Arbeit geht, dann geht auch die Katze und abends geht diese wieder zurück. Tagsüber bekommt man dann von alten Damen Wurstreste, einige kaufen sogar extra was für die Katze. Frauchen spart sich so das Katzenfutter und alle sind zufrieden.“ Was für ein Leben. Während wir Menschen uns noch gedanken über unsere Zukunft machen, hat die Katze das Problem schon auf ihre Art gelöst. Sie profitiert davon, das es immer mehr alte tierliebe Menschen gibt und nutzt das schamlos aus. Vielleicht sollte ich mich auch mal traurig schauend vor den Supermarkt setzen, aber ich glaube nicht, das ich damit soviel Erfolg hätte ….

3 Replies to “Überlebensstrategien”

  1. Hallo! Die Frage ist auch, ob Sie es vorziehen würden, von alten Damen gefüttert zu werden? Falls Sie sich über die Sparpläne der Katzenbesitzerin weiterhin aufregen, sollten Sie sich „auf die Lauer legen“ und das Frauchen appassen, wenn es von der Arbeit kommt! Aber: dann verderben Sie „älteren“ Frauen wie mir so manchen Spass!

  2. Ich hab mich von meiner Oma immer gerne füttern lassen. Davon ab habe ich mich ja gar nicht über die Sparpläne aufgeregt, immerhin hat das ja nicht die Katzenbesitzerin, sondern die Katze entschieden. Obwohl: Sie haben Recht. Alleine aus der Tatsache heraus, das die Katzenbesitzerin bei uns ja nun nicht mehr einkaufen kann, muss ich von Berufswegen dagegen sein. Ausserdem wird Ihnen jeder Tierarzt bestätigen, das die Ernährung mit Wurstabfällen und Leberkäse sehr einseitig und ungesund ist.

    Vielen Dank also für den Tipp, ich hatte ja ganz vergessen, das die Katze meinen Arbeitsplatz zerstört … (und die Katzenbesitzerin und der Supermarkt und die gesamtwirtschaftliche, sozialpolitische und geistliche Situation und …)

    PS: Wer Tippfehler oder Satire findet, darf sie behalten

  3. Also ich würde mich grundsetzlich von allen füttern lassen, egal ob alt oder jung.

    Tweety, was ist mit dem Foto, das Du mit Deinem super-high-tech-wahnsinns-schiebetastatur-mit-dem-ding-steuere-ich-nicht-nur-zooplus-server-sondern-die -ganze-welt-HANDY fotografiert hast?

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