Wie weit laufen Mäuse?

Heute mal wieder eine Privatangelegenheit von mir mit Bitte um Mithilfe!

Heute morgen haben wir eine Maus gefangen (Lebendfalle), die es sich in unserem Rolladenkasten gemütlich gemacht hatte und vermutlich dort überwintern wollte. Ehrlich gesagt glaube ich, dass meine kleine Tochter Luisa (bekennende Tierfreundin – siehe Beitrag Eisbären als Haustiere und Will Katze haben) sie eingeladen hat, bei uns zu wohnen. Vermutlich haben sie sich neulich zufällig im Garten getroffen und die Maus hat Luisa erzählt, dass jetzt bald der Winter kommt und sie noch kein Nest hat und dann hat Luisa ihr großes „Ich-liebe-alle-Tiere-Herz“ ganz weit geöffnet und ihr das mit dem Rolladenkasten erzählt und die Maus ist bei uns eingezogen.

Leider wollen wir keine Maus im Rolladenkasten wohnen haben, schließlich gibt es im Garten eine schöne gemütliche Laube, die wir im Winter gerne an Mäuse vermieten.

Also eine Lebendfalle mit leckerer Wurst.

Heute morgen war die Maus drin! Wir haben sie Fipsi getauft und mein Mann ist gerade dabei, sie umzusiedeln. Deshalb meine Frage. Wie weit können Mäuse laufen, um zu ihrer „Wohnung“ zurückzukehren? Sind 3 km weit genug? Ist es sehr verwerflich, eine Maus umzusiedeln?

Luisa hat Fipsi natürlich schrecklich nachgeweint und ich befürchte, dass wir bald wieder einen Untermieter haben werden. Schließlich gibt es in unserem Garten noch viele Mäuse, denen Luisa von unserem Rolladenkasten erzählen kann.

5 Replies to “Wie weit laufen Mäuse?”

  1. Hallo,

    wenn ihre Tochter so gerne ein Tier haben möchte, dann holen Sie sich doch eine Familienkatze und das Problemen mit den Mäusen hat sich schnell erledigt! 🙂
    Es ist doch sehr vorteilhaft für Kinder, wenn sie mit Tieren aufwachsen, da lernen sie Verantwortung und beschäftigen sich sinnvoll!
    Ein Hase oder Meerschweinchen wären für ihre Tochter bestimmt auch ok und für den Anfang sogar pflegeleichter als eine Katze!

  2. ich denke,wenn die katze sehr fleißig wäre,gäbe es nur wieder tränen.wie wäre es mit zwei zwergkaninchen im garten,aber erst zum frühjahr hin,jetzt wäre es zu kalt zum eingewöhnen.es sei denn ,die zwerge wohnen auch jetzt schon draußen.aleerdings muß der außenstall ausbuddelsicher sein,sonst freut sich auch noch der fuchs oder marder.

  3. Hallochen.

    Dass sich so viel Mühe gemacht wird, um einer Maus durch den Winter zu helfen, ist eine wunderbare Sache.
    Eine Umsiedlung kann zur Verwirrung des Tieres führen, möglicherweise findet es sich in seiner neuen Umgebung nicht zurecht. Umso besser ein paar Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ihr leichter machen.
    Die Gartenlaube ist eine gute Wahl, wenn sie jedoch in Nähe des Hauses steht, ist davon abzusehen dass die Maus sich bald wieder in ihrem alten Zuhause einfindet.
    3 Kilometer reichen mehr als 3 mal aus. Auch 500 Meter sind genug, die Warscheinlichkeit, dass eine andere Maus daherkommt ist größer ; )

    Wenn es sich machen lässt, sollte die Maus erst zu Beginn der wärmeren Tage umgesiedelt werden. Solange die Temperaturen unter 10°C liegen und noch Bodenfrost herrscht, besteht die Gefahr der Erfrierung und des vermehrten Stress (Futtersuche, große Anstrengung für Aufwärmung).
    Zudem ist/war die Maus einen gewissen Zeitraum an die Hauswärme gewöhnt.

    Für Kinder empfiehlt es sich, ein Haustier zu halten, welches sich auch mal ‚anpacken‘ und knuddeln lässt.
    Kaninchen und Nager sind, auch wenn dies weitläufig angenommen wird, nicht dafür geeignet.
    Zudem muss bedacht werden, dass die Erziehungsberechtigten mit dem Erlauben eines Haustieres auch die Verantwortung für dessen artgerechte Haltung übernehmen, solange das Kind noch minderjährig ist.
    Sollte der Wunsch nach kleinen Haustieren wirklich groß sein, so muss vorher bedacht werden, ob man als Erwachsener auch dafür bereit ist, das Kind bei der Versorgung und dem Umgang mit den Tieren zu unterstützen.
    Sich gemeinsam um die Tiere zu kümmern macht auch Spaß und ermöglicht einem kleineren Kind den richtigen Umgang zu erlernen.

    Kleine Nager wie Mäuse jeglicher Art oder die beliebten Hamster, sind keine Tiere zum ‚Spielen‘ und können in Kinderhand leicht unabsichtlich Schaden davontragen, denn so einfach ist es nicht, das große Feingefühl für diese kleinen tierchen zu erlernen.
    Auch brauchen Nager meist einen größeren Aufwand bezüglich der Pflege und Haltung (vorausgesetzt dieses geschieht artgerecht!) und sind sehr empfindlich was die Gesundheit anbelangt.

    Liebe Grüße, Flo

  4. Wir wohnen seit über 30 Jahren in einen 200 Jahre altem renovierten Fachwerkhaus. Im Keller, der inzwischen eine massive Bodenplatte hat gibt es zahlreiche Mäuse, die wir seit einiger Zeit alle mit eine Lebendfalle fangen und anschließend umsiedeln. Wir bringen die gefangenen Mäuse allerdings keine 500 m weit weg, sondern nur über die Straße in einen Feldweg und setzen sie dann in ca. 200 m Entfernung auf dem bestelltem Feld aus.
    Das wir nahezu jede Nacht eine Maus in der Falle haben, stellt sich uns die Frage, ob das nicht immer wieder die selbe Maus ist, die zu ihrem „zu Hause“ zurückgelaufen ist.?

  5. Ja, ob man dann immer wieder die selbe Maus fängt, habe ich mich auch gefragt, also bekam eine einen Nagellacktupfer ab. Es waren hier allerdings nur im Sommer Mäuse, die durch die geöffnete Terassentür munter reinspazierten. Erfrieren konnten sie also nicht und Essen gibt es auch. Hier ist sehr viel grün und angrenzende Felder. Nebenan ist ein Kiosk mit Backwaren und allerlei Leckereien – ich hoffe, das ist verführerischer als mein armseliges Toastbrot. Eben habe ich wieder eine rausgesetzt, immer mitten in der Nacht. Früher hatten wir mal eine Mäusin im Komposthaufen ausgesetzt, beim Auflockern des Komposts einige Zeit später spazierte eine stolze Mäusemami mit Nachwuchs heraus. Sie kam nicht ins Haus zurück. Ich war eben auch keine 500 M. weit weg – ich hoffe, die Grünfläche gefällt ihr und die Brötchenkrümel vom Kiosk unter den Stehtischen. Ja, ja, die Lebendfallen.

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