Trinkt meine Katze genug?

Als Wüstentier ist die Katze eigentlich darauf eingestellt, ein Großteil des vom Organismus benötigten Wassers über ihre Nahrung aufzunehmen. Gerade Trockenfutter entzieht dem Katzenkörper aber Feuchtigkeit – die Katze muss also viel mehr Wasser aufnehmen, als dies bei einer reinen Nassfütterung nötig wäre. Trinkt die Katze aber zu wenig, konzentriert sich der Harn, die Bildung von Nierensteinen, Harngries und weitere Erkrankungen des Ausscheidungssystems werden begünstigt. Dagegen hilft nur eins: Wasser. Doch wie bringen Sie Ihre Katze dazu, mehr Wasser aufzunehmen, als ihr Körper ihr sagt?

Eine erwachsene Katze hat einen Flüssigkeitsbedarf von etwa 50 Milliliter täglich pro Kilogramm Körpergewicht, eine 4 kg schwere Katze müsste so 200 Milliliter Feuchtigkeit täglich aufnehmen. Das heißt nicht, dass die Katze ein Glas voll Wasser trinken muss – bei einer reinen Nassfütterung deckt die Katze einen Großteil des Bedarfs über die Futteraufnahme. Doch nicht immer frisst der Sofatiger das Futter, das Herrchen und Frauchen mit viel Liebe in den Napf füllen… Jeder, der mit Katzen zusammenlebt, weiß aber ein Lied davon zu singen, dass diese nicht nur in Sachen Futter sehr heikel sind. Nein, die Miezen trinken auch nicht jedes Wasser aus jeder beliebigen Schale. Die Wasserschale neben dem Futternapf wird gekonnt ignoriert – dafür ist das abgestandene Blumenwasser, das Frauchen heute Morgen entsorgen wollte, umso interessanter.

Wer wenige Grundregeln beachtet, kann aber leicht dafür sorgen, dass die Fellnase genug Wasser aufnimmt und damit die Gefahr für eine Erkrankung der Ausscheidungsorgane sinkt.

Der richtige Platz für den Wassernapf

Das Wasser sollte nie direkt neben dem Futter stehen. Auch, wenn Essen und Trinken für uns Menschen zusammengehört, sieht unsere Katze das nicht so. Sie ist vom Kopf her immer noch ein kleines Wildtier – und wo findet man in der Wildnis Futter- und Wasserstelle genau nebeneinander?

Nicht zu kalt, nicht zu frisch

Frisches Wasser aus dem Wasserhahn schmeckt für viele Katzen aufgrund des leichten Chlorgeschmackes unangenehm. Eiskaltes Wasser reizt zudem den empfindlichen Katzenmagen. Lassen Sie das Wasser ruhig ein paar Stunden stehen, dann hat es Raumtemperatur und schmeckt gleich viel natürlicher!

Auswahl ist die halbe Miete

Verteilen Sie mehrere Wasserschalen über die gesamte Wohnung. Vielleicht nimmt Ihre Katze ja ab und zu einen kleinen Schluck? Dem Raumklima schadet es auch nicht.

Geheimtipp: Die Katzentränke

Doch was ist, wenn die Katze trotz all dieser Tipps partout nicht trinken will? Gerade für mäkelige Trinker ist „bewegtes“ Wasser sehr interessant. Helfen können auch ein Katzenbrunnen oder eine Katzentränke zum Beispiel von Catit oder Fresh Flow– hier hat die Katze gleich viel mehr Spaß an der Wasseraufnahme. Trinkbrunnen gibt es mittlerweile in allen erdenktlichen Ausführungen und Größen für jeden Geschmack, Filter reinigen zudem das Leitungswasser und reduzieren den Kalkgehalt.

Foto: pixelio.de, pete TGIF



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Kommentare

[...] Frage nimmt sich der Zooplus-Blog an, und schafft mir sofort wieder ein mordsmäßig schlechtes [...]

Würde mich interessieren wie das Trockenfutter dem Körper Feuchtigkeit entzieht? Wenn ich was trockenes esse wird meinem Körper dann auch Feuchtigkeit entzogen? Oder ist das ein Gerücht wie beim Kaffee?

Hi Fragende,

schon mal probiert, Trockenfutter einzuweichen? ;) Trockenfutter ist stark konzentriert und quillt im Magen auf. Abgesehen davon hat TF einen Feuchtigkeitsgehalt von maximal 8 Prozent, im Gegensatz zum NaFu mit über 80%. Schau mal hier: http://www.wetterau-katzen.de/katzen-infothek/ernaehrung-der-katze/ernaehrung-allgemein/nassfutter-und-trockenfutter.html

[...] Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihre Katze genug trinkt? Die Katze ist von Natur aus ein Wüstentier, sie nimmt das benötigte Wasser über das Futter auf. [...]

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