Katzensteuer in Nordrhein-Westfalen?
Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen wir in Nordrhein-Westfalen sogar die Einführung einer Katzensteuer diskutiert.

In Nordrhein-Westfalen müssen viele Städte und Gemeinden seit Jahren unter einer hohen Kreditlast leiden und müssen sparen. Wenn das Geld knapp ist, kommt man gelegentlich auf seltsame Ideen um Geld einzutreiben. CDU-Ratsherr Rainer Traue aus Porta Westfalica will nun für jede unkastrierte Katze 20 Euro Steuern kassieren. Traue sagte dazu zu BILD.de: „Die Zahl der frei laufenden Katzen steigt ständig. Die Tiere vermehren sich enorm. Viele landen im Tierheim, wo sie für rund 100 Euro kastriert werden müssen. Diese Kosten trägt die Stadt.”
Die Katzensteuer soll die Kostenlast für die Stadt verringern und auf die Halter unkastrierter Katzen umgelegt werden. Eine Kastrationspflicht hält er für falsch: „Das muss jedem Halter überlassen bleiben.” Von den Einnahmen sollten Kommune und Tierheim profitieren. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt und der Vielzahl an (verwilderten) Katzen sieht Traue die Notwendigkeit zum Handeln.
Carola Schmitt von der Tierrechtsgruppe Peta sagte zu bild.de: „Eine Katzensteuer ist absolut begrüßenswert. Die Deutschen würden sich vor Anschaffung einer Katze genau überlegen, ob sie sich das leisten können. Überfüllte Tierheime und kommunale Kassen würden endlich entlastet.”
Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Kai Abrusza Abruszat selbst ist erklärter Gegner einer Katzensteuer und sagte zu nw-news.de : “Dieser ganze Wildwuchs von Steuererfindungen ist nichts anderes als Ausdruck der puren Verzweiflung.”Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes leben rund 8,2 Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Hinzu kommen noch einmal zwei Millionen wildlebende Katzen, auf die natürlich keine Steuer erhoben werden könnte. Die Tierheime seien überfüllt mit Katzen, sagte die Pressesprecherin des Tierschutzbundes, Marion Dudla. Zum Vergleich: Rund 5,2 Millionen Hunde werden in Deutschland gehalten. Die Hundesteuer ist schon seit dem Mittelalter bekannt.
Auch der Deutsche Tierschutzbund sieht die Einführung einer Katzensteuer kritisch. Aus den Erfahrungen der Hundesteuer wisse man, dass solche Steuern selten zweckgebunden für Tierschutz verwendet werden, sagte Dudla zu nw-news.de.
Zudem gebe es sicher gerade sozial schwächere Menschen, die sich ihre Katze dann möglicherweise nicht mehr leisten könnten. Folglich würde dann auch die Vermittlung von Katzen aus den Tierheimen ein noch größeres Problem werden.
Was halten Sie von der Einführung einer Katzensteuer? Wir sind gespannt…
Ihr zooplus Team
Quellen: Welt.de, Bild.de, nw-news.de
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Kommentare
Vom Prinzip her nicht schlecht, denke ich.
Und ob sich sozial schwächere menschen (was ein Unwort eigentlich) Tiere nciht mehr leisten können, ist das kleinere problem. Tiere aus dem TH gibts nur kastriert, die Schutzgebühr würde dadurch nicht steigen. Im gegenteil hätten die THe dadurch mehr Geld ( wenn die Steuer denn wirklich dafür eingesetzt wird!!!) um Platz zu schaffen und neue Wildlinge aufzunehmen. Und mehr Geld für Kastrationsaktionen für wildlebende Katzen.
Vielleicht lassen sich so endlich alle Städte zu irgendeiner Form von Kastrations”pflicht” bringen. Beim Wort “Steuererhebung” blitzen den Politikern doch die €-Zeichen in den Augen…
Ganz ehrlich, ich finde es eigentlich keine schlechte Idee. So würde die Zahl der kastrierten Katzen wahrscheinlich schnell steigen, es würde weniger ungeplante Kätzchen geben, was im grossen und ganzen eine entlastung für Tierheime wäre, auch könnte dadurch viel Tierleid z.B. das ertränken von Katzenwelpen usw. verhindert werden.
Selbst für sozialschwache Menschen sollten 60 Euro für eine Kastration bezahlbar sein, wenn nicht sollten sie sich wohl überlegen ob sie wirklich eine Katze halten wollen, den wenn das Tier mal krank werden sollte kommen zum Teil viel höhere Kosten auf diese zu.
Was ich aber fraglich finde ist, wie wollen sie kontrolieren ob eine Katze kastriert ist, oder steuern zahlt??
20,00 Euro sind viel zu wenig. Der Betrag müsste höher sein, als die Kosten für eine Kastration. Allerdings müsste der Staat erst mal dafür Sorge tragen, dass die vielen herrenlosen Katzen, die auf unseren Straßen leben, kastriert werden. Und woher weiss man, wem welche Katze überhaupt gehört. Da müsste erst mal die Chippflicht eingeführt werden für die Katzen.
Moin, moin!
Also für unkastrierte Katzen finde ich es okay…….es gibt soviele ungewollte Katzenbaby. Ich finde es veranwortungslos seine Katzen unkastriert draußen rum laufen zu lassen! Vielleicht nimmt man so die Katzenbesitzer mehr in ihre Pflicht das Tier kastrieren zu lassen…..die Tierheime sind voll, jedenfalls hier in Hamburg!
Ich bin für die Einführung einer Dummheitssteuer bzw. Kastration der dummen Menschen, die auf solche Ideen kommen, denn dann würden sich diese nicht auf unkontrollierbare Weise vermehren und mangelnder Arbeitswilligkeit (und dadurch ihre Belastung für das soziale Netz) der Staatskasse zu Last fallen…
Wie soll das denn kontrolliert werden? Wer bezahlt die Beamten, die von Haus zu Haus wandern um zu erörtern, ob ggf. eine Katze in einem Haushalt lebt? … und ob die Katze Haus- oder Freigänger ist??? Am Ende bezahlen die, die mit der Katze ständig beim Arzt sind – oder lassen diese Besuche für Impfungen etc. in Zukunft – oder lassen sich zu “Züchtern” erklären, damit sie einer Steuer entgehen… Oder noch besser: ungewollte Kitten werden in Zukunft wieder erschlagen oder ersäuft anstatt abgegeben, damit man nichts zahlen muss…
Ich finde die Idee der Katzensteuer für unkastrierte Katzen echt gut.
Man sollte jedoch anträge stellen können zB wenn man Züchtet weil dann werden die Würfe ja kontrolliert.
Ich finde aber auf der anderen Seite sollte es eine VERPFLICHTUNG für den Staat geben das die Einnahmen durch Hunde- und Katzensteuer dann auch wirklich ans Tierheim gehen.
Sollte man sowieso bei den meisten Steuern einführen…
Die machen ja meist eh nur das was sie wollen..
Ich stimme Bijou da leider voll und ganz zu. Die Menschen finden immer einen Weg sich da wieder raus zu wenden. Und wenn zeitgleich mit dieser Idee über mögliche Ausnahmen diskutiert wird, dann sollte man nochmal über diese Idee nachdenken. Wenn wieder Ausnahmen für alles mögliche gemacht wird, dann kann man diese Steuer nicht durchsetzen. Ausserdem kommt hinzu, dass man das wohl eher schlecht kontrollieren kann zu wem frei laufende Katzen gehören. Jetzt könnte man ja wieder auf die Idee kommen, die Katzen wieder mit einem K im Ohr zu tättowieren aber von dieser Art und Weise Katzen zu kennzeichnen möchte ich mich ganz klar distanzieren. Die Idee an sich ist nicht schlecht aber in jedem Fall noch nicht ganz ausgereift. Und Leute die es nicht bezahlen wollen würden sich ihrer Katzen/Kätzchen wahrscheinlich wirklich eher entledigen.
Ich habe selber zwei Kater und bin nicht reich aber wer seine Tiere liebt, der tut auch alles dafür, damit es seinen Tieren gut geht und deswegen sind meine Kater auch kastriert!
ich finde die Idee für Freigänger ok. Eine kastration ist eine Planbare Sache die mit Ca. 6 Monaten vorgenommen wird und je nach Geschlecht 60-150 Euro kostet. Allerdings ist es für Züchter ein bisschen unfair da diese auch meist drauf achten das vermittelte Tiere kastriert werden. Für drin lebende Katzen sehe ich dort auch keinen Grund.
Aber mal ehrlich… Wer will das alles prüfen?
Interessant! Warum werden wir nicht selbst aktiv und fordern eine Kastrationspflicht bei Katzen. Sollte hier nicht besser darüber diskutiert werden? Wozu eine Steuer die niemand möchte und braucht. Aber eine ungewollte Population bei Katzen möchte und benötigt auch niemand. Daher soll die Kastration Pflicht werden. Schaut euch doch mal bei den Tierheimen und Katzenschutzvereinen um, was hier für Elend ankommt.
Jeder einzelne der sich eine Katze in sein Leben holt, sollte für sie vollumfänglich sorgen und dazu gehört auch eine Kastration.
Nur unkastrierte Katzen gehen auf Mäusejagd, auch weit gefehlt. Eine alte Annahme! Jede aktive kastrierte Katze auf dem Lande widerlegt dies, spätestens beim Freigang.
Leider gibt es diese Kastrationspflicht nur in wenigen Städten, aber warum? Steht hier die Steuer evtl. im Weg? Glauben die Verantwortlichen einmal mehr hiermit die Landes-/ Stadtkasse zu füllen? Wenn ja, ein Grund mehr das wir uns selbst bewegen.
Ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht. Allerdings sollte das Sstem dahinter gut durchdacht sein. Eine Kastrationspflicht für Freiläufer oder für nicht durch das Vet-Amt geprüfte “Züchter” würde dem Problem aber auch schon auf den Grund gehen. Nur wird hier nicht bedacht, dass viele nicht mal die 80EUR für ne kastration ausgeben wollen. Also muss auch dafür Sorge getragen werden, dass unsere lieben nicht arbeitetenden Mitmenschen dass dann auch noch vom Amt bezahlt bekommt. Und zack, kostet es den Staat wieder Geld. M.E. sollte es eher eine Chippflicht und Anmeldepflicht geben und dann kann für jede Katze, die bis zum 9. Monat nicht kastriert ist, eine Steuer erhoben werden.
Die Eintreibung, Verwaltung, Prüfung wird mehr Geld verschlingen als die Steuer, also ist diese Steuer – wie viele – überflüssig und würde mit ziemlicher Sicherheit genauso wenig den Tierheimen zu Gute kommen wie die Kfz-Steuer dem Straßenbau.
Chip- und Kastrationspflicht erscheint mir sinnvoller, ist aber genauso schwer zu kontrollieren. Sicherlich könnten alle freilaufenden Katzen eingefangen werden, der Chip und die Kastration kontrolliert werden und alle “ohne” werden gechipt und kastriert und nur gegen Kostenerstattung an die Halter zurückgegeben. Aber seien wir `mal ehrlich, wer seine Samtpfote “ohne” rumlaufen lässt, der wird sie dann auch nicht mehr abholen. Würde also zunächst eine starke Belastung der Tierheime zur Folge haben, aber auf Dauer dann doch helfen. Und: Warum sollen die armen Züchter herausgenommen werden? Wer mit “preiswerten” Rassen züchtet (”Hobbyzüchter”, i.d.R. ist die Nachzucht “in gute Hände abzugeben”) soll gefälligst auch seinen Beitrag leisten. Und die Züchter der Edelrassen werden für ihre Liebhaberei eben auch zahlen. Oder sich das Züchten nicht mehr leisten können, was ebenfalls zum Rückgang der Population sorgen dürfte. Drastisch, aber ggf. erfolgversprechend.
Grundsätzlich bin ich eher für eine “Kastrations und kennzeichnungspflicht”
Die ist zwar genau so schwer zu kontrollieren wie eine Katzensteuer, bringt aber langfristig mehr.
Und ich behaupte mal, wenn das Thema Kastrationspflicht erst mal im Kopf der Menschen angekommen ist dann werden relativ schnell weniger Katzenbabys geboren, das führt zu einer Entlastung der Tierheime und gibt zwangsläufig auch den älteren Katzen eine Chance auf Vermittlung.
Eine Steuer würde nur im Behördensumpf versickern. Zumal 20€ eine derart lächerliche Summe ist, das nicht mal ein Zwangseintreiber dafür arbeiten gehen würde. Wenn schon, dann muss die Steuer so hoch sein, das es die Kosten einer Kastration deutlich übersteigt, also 150€ mindestens. Wohlgemerkt, nur für unkastrierte Katzen. Aber, folgendes Szenario. Eine Person zahlt tatsächlich (weil sie den Nachwuchs will) die Steuer für eine Katze, aber sie versorgt die Tiere nicht.Also wandert der Nachwuchs ab und verwildert an anderer Stelle oder wird als Fundtier aufgegriffen.
Oder anders, nach wie vor werden Tiere nach der Geburt getötet. Auch das würde sich nicht ändern. Wer will denn gerade die unkastrierten Tiere überwachen? Wer will denn jemandem beweisen das die Katze nicht 2 sondern tatsächlich 5 Kitten bekommen hat.
Wer will denn in die Scheunen und Wohnungen gehen und Katzen zählen? Kein Kontrolleur darf ohne meine Zustimmung das Haus betreten, auch kein Mitarbeiter des Ordnungsamtes.
Insgesamt halte ich die Katzensteuer für eine völlig blödsinnige Idee.
Bundesweite Kastrationspflicht für alle Katzen die nach draussen können!!!!! Das ist das einzige was helfen wird.
Auuserdem stimmt es nicht was dieser Herr Traue sagt. Die Städte zahlen nicht!!!!!!!!! für die Kastration der Tiere in Tierheimen. Sie zahlen nur für die Unterbringung und notwendigen Impfungen und stehlen sich im Regelfall mit Bagatellzahungen aus der Verantwortung.
Müssten die Kommunen die tatsächlichen Kosten übernehmen (ca. zwischen 200 und 300€)dann hätten wir schon lange eine Kastrationspflicht
Die Gemeinden sind verschuldet, ja warum fragt man sich da?
Können die lieben Herrn Bürgermeister nicht haushalten oder werden die Steuern(gibt ja schon genug) für irgendeinen Käse zum Fenster rausgeworfen?!
Und wer sagt denn, das die Gemeinden, die Kastrationen für Katzen zahlen müssen, die in die örtlichen Tierheime kommen? Das ist doch sowas von an den Haaren herbeigezogen.Jede Gemeinde, zahlt nur einen ganz bestimmten Betrag, pro Tier das reinkommt. Bei uns hatte kürzlich öffentlich ein kleiner Tierschutzverein angekündigt, keine Tiere mehr anzunehmen, weil die Gemeinden diese Arbeit nicht wirklich unterstützen und fast nichts abgeben. im Vergleich zu staatlich unterstützten, größeren Tierheimen, wissen die Kleinen nicht mal, wie sie das alles finanziell stemmen sollen. Von freiwilligen Spenden von tierlieben Menschen alleine, können diese nämlich nicht überleben. Und eine Katzensteuer, würde sowieso nicht da ankommen, wo das Geld am dringendsten benötigt wird, davon wird doch dann wieder 5 mal im Jahr ein Stück Strasse saniert!!!
Ich muss dem Tierschutzbund zustimmen, denn auch ich glaube nicht, dass die Einnahmen wirklich für den angegebenen Zweck (also zu Gute des Tierschutzes) verwendet wird. Es sei denn, man überweist direkt ans örtliche Tierheim – was ja wohl nicht im Sinne des Politikers ist. Das die Stadt selbst ja so knapp bei Kasse. Der Anteil den die Stadt für das Tierheim “abgibt” ist im Vergleich zu den anderen Kosten (Bsp. eine Straßen-/Brückensanierung, obwohl eben dieser Bereich in zwei Jahren für eine Autobahnanbindung vollkommen umgebaut wird! Die Sanierung hätte nicht sein müssen, aber bevor man das Geld verfallen lässt, macht man lieber noch mehr Schulden!!!) eher gering.
Desweiteren stellt sich mir die Frage, wie die Kontrollen aussehen sollen?! Razzia in jedem Haushalt??? Und was ist mit den “sozial Schwächeren”, die sich weder die Steuer leisten können, geschweige denn das ‘Abgabegeld’ fürs Tierheim aufbringen können??? Sollen noch mehr unkastrierte Katzen frei herum laufen (ich denke da z.B. an Wohnungskatzen, die dann ausgesetzt werden)?
Kastrationspflicht? – Super wir rotten noch eine Spezies aus! Macht ja nix!
Mit Sicherheit wird die Spezies Katze durch eine Kastrationspflicht nicht ausgerottet. Zum einen haben wir ca 8,2 Millionen ! Katzen in deutschen Haushalten, dazu ca 2 Millionen Streuner, da von ausrotten zu sprechen ist lächerlich.
Dazu soll die Kastrationspflicht in erster Linie verhindern das sich noch weitere Streunerkolonien bilden.
Eine Kastrationspflicht gilt ja nur für Katzen die nach draussen kommen. Das heisst, die grundsätzlich mögliche Nachzucht von Katzen in einem Haushalt bleibt ja.Leider, muss ich sagen, denn wir haben einfach zu viele Katzen.
Belgien geht da viel weiter. In einem Stufenprogramm bis 2016 müssen dort alle! Katzen, auch die im Haushalt gehaltenen kastriert werden.
Erst wenn der Katzenbestand auch hier in Deutschland drastisch reduziert ist wird die Katze als Lebewesen auch wieder einen gewissen Wert haben.
Im Moment ist eine Katze eine Wegwerfware, oder Massenware, nichts anderes.
Sie wird angeschafft, wieder rausgesetzt,im Tierheim abgegeben, verschenkt, getötet.
Man bekommt ja überall für lau eine neue Katze.
Ja,viele Katzenhalter, wenn nicht die meisten halten ihre Tiere vernünftig und sorgen bis zu 20 Jahre für Ihre Tiere.
Aber, ein gewisser Prozentsatz eben nicht. Und genau die verursachen diese Riesenprobleme die wir heute haben.
Man vergesse nicht die unheimliche Vermehrungsmöglichkeit einer Katze. 2 Würfe im Jahr mit ca 3-5 neuen Katzen, bedeutet im Schnitt, das 1! unkastrierte Katze in 10 Jahren schon bis zu 60-100 neue Katzen in die Welt setzt. Und der Nachwuchs produziert ja auch neuen Nachwuchs.
Und der Markt ist gesättigt. Kaum jemand will heute noch eine Katze, jeder der eine haben wollte hat eine. Und ist damit als Katzenbetreuer im Regelfall die nächsten 15 Jahre weg vom Fenster.
Und noch eine kleine Anmerkung da immer die sozial schwachen genannt werden. Ob Steuer( die ja nur für unkastrierte Katzen gelten soll) oder Kastration. Wer sich ein Tier anschafft ist dafür verantwortlich, auch für den Nachwuchs. Und somit ist man eben in der Pflicht auch für eine Kastration zu sorgen. Denn gerade der sozial schwache kann es sich nicht leisten weitere Katzen zu produzieren.
Leider gibt es da auch viele Dummbatze denen es völlig egal ist, und dann stehen wieder 5 Katzenbabies zum verschenken in der Zeitung. Da man sie aber nicht los wird, Tierheime sie auch nicht mehr aufnehmen, na was wird dann wohl gemacht???
Und es wird immer schlimmer………………………..
Hm,…
frage mich gerade, ob man auch Zwangskastration/Sterilisation für Menschen “umsetzen” sollte, um den Staat zu entlasten…
Ich kenne (durch den Beruf) eine Frau, die mir mal sagte: “Der Pfarrer hat bei unserer Hochzeit gesagt: ´gehet hin und vermehret euch.` (kichern) Das haben wir doch gut gemacht. finden sie nicht auch?”
Ich konnte darauf leider nichts erwidern… denn es war die Geburtstagsfeier eines von ihren 4 Kindern, deren Betreuerin/Erzieherin ich im Kinderheim war….
(Zu erwähnen sei hier noch: insgesamt wurden der guten sich vermehrenden Frau bereits insgesamt 9 Kinder von Seiten des Jugendamtes weggenommen und alle lebten im Kinderheim… Ihr Motto: Neuer Mann, neues Kind, neues Glück!)
Zum Thema selbst: wir haben 2 sterilisierte Stuben-Kater, die nicht hinaus dürfen/können… Den zweiten haben wir deshalb, weil wir beide arbeiten und der eine so lange alleine war undes ihm nun mit einem Spielgefährten viel besser geht…
Ich wüßte nicht, warum eine Steuer erhoben werden sollte, die nicht wirklich für die Tiere sondern zum Stopfen der Finanzlöcher genutzt wird. Unsere Katzen hinterlassen auch keinen Dreck, wie manche Hundehalter, die keine Tüte für das mitten auf dem Bürgersteig hinterlassene Geschäft mitnehmen… Und das wird auch nicht von der Stadt und deren Angestellten weggeräumt,… sondern von den anwohnern, die nicht ständig in die Sch… tappen wollen…
Nachtrag: unsere Kater sind gechipt,… denn sollten sie uns mal versehentlich weglaufen,… dann wollen wir wenigstens eine Chance haben, sie wieder zu finden…
(Eine Sache mit der wir uns einfach besser fühlen,… obwohl unsere Kater wissen, wo sie hin dürfen und wohin nicht,… man weiß nie, ob nicht doch mal die Neugierde siegt und man nicht schnell genug mit dem Einfangen sein kann…)
Ich bin auch für die Katzensteuer.
Allerdings sollten die Kastrationskosten die Steuer nicht übersteigen, denn dann würden viele lieber Steuern bezahlen. Wenn ein Tierarzt in einer Stunde 5 Kater kastriert nimmt er 500.-Euro ein! das sollte überdacht werden. Auch wäre es eine Überlegeung wie bei den Exotischen Tieren ein Artenschutzabkommen einzuführen. In anderen Ländern werden die Streuner durch ein angeknipstes Ohr gekennzeichnet. Hier könnte das man durch einen Chip realisieren. Ein Tatoo sieht man evtl. nach einiger Zeit nicht mehr.
Die Kastrationsplicht für Freigägerkatzen begrüße ich sowieso. Ich bin in einem Tierschutzverein und wir machen uns dafür stark und haben an unsere Stadt eine Petition eingereicht. Meine Kollegen sind die jenigen, die ungechipte, nicht tätowierte wildlebende Katzen einfangen und kastrieren. Zahme Tiere, trächtige Katzenmuttis oder Jungtiere kommen z.B. zu mir auf die Pflegestelle. Unsere Tiere ziehen kastriert zu ihren neuen Besitzern, bzw. im Alter von 6 Monaten sollte die Kastration vorgesnommen werden, die der neue Halter nachweisen soll. Allein auf diesem Wege kann man im Tierschutzsinne die Population von Wilden Katzen eindämmen. Ein Halter sollte so viel Verantwortung für sein Tier mitbringen, dass ihm einfach klar sein muss, dass ein potenter Kater im Freigang deckt. Hinzu kommt, dass ein potentes Tier bei Katzenkämpfen aggressiver reagiert und es zu schlimmeren, richtig ernsten Kämpfen kommt. Auch das sollte dem Katzenhalter einfach bewusst sein.
Mit dem Thema Katzensteuer schneidet man natürlich ein richtig sensibles Thema an. Langfristig gesehen würde es hoffentlich dazu führen, dass weniger Katzen gehalten werden da die Halter sich gewissenhaft vor Augen führt, wie viel die Haltung einer Katze z.B. kostet, hat man genügend Zeit für ein Tier etc. Das wäre sehr schön, dann würden wir vom Katzenschutzbund nicht so oft Katzen aus schlechter Haltung bei uns auf den Plegestellen aufnehmen, keine Anrufe von Bauern bekommen (”Entweder Sie nehmen die Katzen, oder ich schmeiße sie gleich an die Wand”), keine 8 Wochen alten Kätzchen auf einem Autobahnrasthof einsammeln, keine Tiere mehr vom Halter ohne medizinisch angemessene Indikation von Tierärzten eingeschläfter werden sollen, da sich im Alter krank werden und mehr kosten wie früher. und so weiter. Es würden dann vielleicht auch keine Hobbyzuchten mehr betrieben werden – sei es weil Katzenbabys ja so süß und drolig sind und der “Züchter” das Vergnügen einmal oder mehrmals mal erlebt haben möchte oder weil man damit Geld verdienen kann und Katzen wie am Fließband produziert (Schwarze Schafe gibt es leider überall). Die Tierheim sind voll.
Die Hundesteuer als Beispiel ist eine Aufwandsteuer, die auf Sachverhalte der Einkommensverwendung abstellt und damit die für den persönlichen Lebensbedarf zum Ausdruck kommende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit misst. Meint, wer sich den Luxus gönnt einen Hund zu halten, der soll dafür eine Steuer zahlen. Die Hundehalter wird eine Katzensteuer villeicht freuen – gleiches Recht/bzw. Gebot für alle.
Kurzfristig könnte dies natürlich dazu führen, dass manche ihre Tiere aus diesm Grund “entsorgen” oder noch mehr Tiere in Tierheimen oder sonst wo landen. Mir ist es lieber eine gewisse Hürde in die Anschaffung eines Tieres einzubauen, als dass Tiere allzu leichtfertig ins Haus kommen.


Die Idee geht schon in die richtige Richtung. Jedoch sollte es eine Ausnahme für Züchter geben, sonst wäre das Ganze unfair.